[Rezension] – Wildefire – Göttin des Vulkans von Karsten Knight (Wildefire #1)

[Rezension] – Wildefire – Göttin des Vulkans von Karsten Knight (Wildefire #1)Wildefire - Göttin des Vulkans
by Karsten Knight

Reihe: Wildefire #1
Verlag: Piper
Erschienen am 2011
Genres: Fantasy, Mythologie, Romance, YA-Book
Seiten: 416
Format: Paperback
Quelle: Rezensionsexemplar
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Ash Wilde hat kein leichtes Leben: Sie ist eine Außenseiterin, ihr Freund betrügt sie, und ihre Schwester Eve ist ein richtiges Miststück. Nach einem schlimmen Unfall, der für eine Mitschülerin tödlich endet, zieht Ash sich in ein Internat zurück – so weit weg von ihrem alten Leben und ihrer Schwester wie nur möglich. Doch gerade als es für sie richtig gut läuft – mit einem tollen Freund, einem Platz im Tennisteam –, erfährt Ash, dass sie eine polynesische Vulkangöttin ist. Und damit fängt der Ärger erst richtig an: Auf wessen Seite wird sie sich stellen? Ihre Schwester Eve hat bereits die dunkle Seite gewählt, und Ash soll ihr folgen. Doch Ash weigert sich, ihr nachzugeben, und beschwört einen Kampf herauf, in dem sich die beiden zum letzten Mal gegenüberstehen werden …

ThrillerMythologieRomanze


Meine Gedanken zum Buch

Ashline Wilde war so etwas wie ein menschlicher Stimmungsring.

Obwohl sich Wildefire wie in letzter Zeit auch wieder einige andere Bücher mit dem Thema der Mythologie im groben beschäftigt, war ich auf das Buch sehr gespannt. Leider muss ich gleich am Anfang schon einen Kritikpunkt los werden, und zwar was den Untertitel betrifft den Piper gewählt hat, denn im Vergleich zum Original Titel der einfach nur Wildefire heißt, verrät diese bereits im Titel wesentlich mehr, als der Leser nach 150 Seiten weiß, nämlich das Ashline eine Vulkangöttin ist, und selbst die Kurzbeschreibung nimmt einem hier eines der für mich größten Rätsel der Geschichte.

Aber kommen wir wieder etwas zum Inhalt zurück. Gleich zu Beginn des Buches werden wir in eine Auseinandersetzung zwischen Ash und einer ihrer Mitschülerinnen hinein katapultiert, die ihr gerade ihren Freund ausgespannt hat. Nicht nur dass sie wegen der Prügelei schon genug Ärger hätte, taucht auch noch Ihre seit Monaten verschwunde ältere Schwester Eve auf, um die Situation noch zu verschärfen. Es kommt wie es kommen muss zu einer Tragödie, die Ash dazu bring sich in ein abgeschiedenes Internat versetzen zu lassen, um allem dem Rücken zukehren und ihre Schwester zu vergessen. Wie die meisten Schüler haben haben auch Ashline und ihre neuen Freunde das Bedürfnis die Grenzen auszutesten und das Schulgelände zu verlassen, um in einer Bar ein bisschen zu feiern. Doch damit fängt erst alles an, denn Ash und ein paar andere Schüler retten eine jüngeren Mitschülerin das Leben. Die blinde Serena sollte von zwei Söldner entführt werden, nur komischer Weise hat niemand anderes als die Schüler den Hilferuf gehört.

Außer der Tatsache, dass der Leser wie bereits erwähnt erst nach 150 Seiten erfährt, dass Ashline und die anderen Götter sind, lies sich das Buch recht gut lesen. Zwar gab es keine wirklichen Highlights, auch nicht zum Ende hin konnte mich der Showdown nicht so wirklich mitreißen, aber für mich blieb das Buch auf der gesamten Linie auf einem sehr guten Niveau, so dass ich über die Schwäche der fehlenden Wow-Momente hinweg sehen kann.

Was mir hier sehr gut gefallen hat, war dass Ash nicht ein normales 08/15 Mädchen ist, wie sie in letzter Zeit ja häufiger zu finden sind. Ash weiß wie man sich wehrt und sie ist im wahrsten Sinne des Wortes nicht auf den Mund gefallen. Bei einigen Sprüchen konnte ich mich einfach nicht zurück halten und musste selbst in der U-Bahn lachen.

»Colt Halliday?«, wiederholte sie, ignorierte jedoch seine ausgestreckte Hand. »Süßer Name. Gibt’s da nicht irgendwo eine Postkutsche, die du ausrauben kannst?«

Der Scheinstil von Karsten Knight ist stellenweise zwar ziemlich derb, wie gesagt Ash ist ein großes Mädchen und mit allen Wassern gewaschen und sicherlich ist es nicht jedermann Geschmack, aber ich empfand den Schreibstil als erfrischend anders. Außerdem lies er sich sehr gut und flüssig lesen. An einigen Stellen hat mich Ausdrucksweise bzw. die Beschreibung einiger Bilder sehr überrascht, wo ich mir denke wie man auf solche Ideen kommt.

Aber nicht nur der Schreibstil hat mir hier gut gefallen, sondern auch die Protagonisten. Das Ash mir gefallen hat denke ich ist schon klar geworden, aber auch Ashs freunde konnten mich begeistern, auch wenn sie gerne noch etwas mehr tiefe haben könnten, aber vielleicht kommt das ja im zweiten Teil noch etwas. Sicherlich darf auch hier eine kleine Romanze nicht fehlen, auf deren Fortsetzung ich mich im zweiten Band sehr freuen, denn Colt ist ein Typ von Mann, den man einfach nur gern haben kann.

Schade finde ich in diesem Fall die Wahl des Covers. Klar fällt rot sofort auf, und symbolisiert auch gut das Feuer, aber mir gefällt das Originalcover einfach besser. Die schöne bunte in Flammen stehende Blume sagt mir einfach mehr zu.

Abschliessend ist zu sagen, dass … 

Zwar fehlten mir im ersten Band etwas die wirklichen Story-Highlights, aber mich konnte Wildefire im Gesamtbild überzeugen gerade weil es nicht dem 08/15 Mainstream entspricht und mal wirklich ein bisschen was anderes war. Zwar vergebe ich nicht die volle Punktzahl, denn die hat der erste Teil nicht verdient, zumal ich mir ein bisschen mehr Mythologie wünsche, aber gute vier Punkte möchte ich hier gerne vergeben. Für den zweiten Teil wünsche ich mir ein bisschen mehr Tiefe und ein paar mehr Wow-Effekte.

belle-4

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3 responses to “[Rezension] – Wildefire – Göttin des Vulkans von Karsten Knight (Wildefire #1)

    1. Danke dir für dein Kommi 🙂 Als ich dabei war die Rezi zu schreiben und noch einmal alles Revue passieren lassen konnte, habe ich gemerkt dass es mir doch sehr gut gefallen hat. Zwar nicht perfekt, aber es war toll.

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