[Rezension] David und Juna von Thomas Thiemeyer (Das verbotene Eden #1)

[Rezension] David und Juna von Thomas Thiemeyer (Das verbotene Eden #1)David und Juna
by Thomas Thiemeyer

Reihe: Das verbotene Eden #1
Verlag: Knaur, PAN
Erschienen am 2011
Genres: Dystopie, Romance, YA-Book
Seiten: 464
Format: Hardcover
Quelle: Rezensionsexemplar
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Männer und Frauen. Feuer und Wasser. David und Juna. Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den »dunklen Jahren« leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen. Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der 17-jährigen Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer …

 RomanzeDystopie Historisch / Kampf


Meine Gedanken zum Buch

„Wenn unsere Welt zusammenbricht, dann schneller, als wir uns das im Moment ausmalen können.

Als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, muss ich gestehen, dass es mich nicht vom Hocker gehauhen hat. Zum einen lag es daran, dass hier zwei Personen abgebildet wurden, die mit großer Wahrscheinlichkeit David und Juna zeigen sollen, was ich schon einmal gar nicht mag, wenn mir ein Bild vermittelt werden soll, und dann, dass die beiden Personen auch noch so lieblos ins Bild eingefügt wurden, zumal das Mädchen bereits auf zig anderen Covern zu finden war. Nach dem Lesen des Buches muss ich außerdem sagen, dass die beiden Personen auf dem Cover nichts mit David und Juna gemein haben. Hier hätte ein schönes Cover entstehen können, zumal der Autor ursprünglich Illustrator ist.

Nun jedoch zum Inhalt des Buches. Auch hier muss ich sagen, dass der Klappentext leider ein falsches Bild darstellt. Als ich mir den Klappentext damals durchgelesen habe, dachte ich, dass es sich um eine Liebesgeschichte handelt, die eben in einer dystopischen Umgebung statt findet. Und um ehrlich zu sein hätte ich das Buch hier auch nicht gelesen, wenn ich nicht bereits im Vorfeld sehr guten Kritiken gelesen hatte. Zum Glück hatte ich die Möglich diese Kritiken zu lesen, denn man sollte sich vom Klappentext nicht abschrecken lassen, bitte erwartet hier keine Liebesgeschichte (jedenfalls nicht direkt), denn dadurch bekommt Ihr ein falsches Bild von dem Buch, es geht hier nicht um die Liebe von David und Juna. Diese ist erst auf den letzten paar Seiten Thema. Aus diesem Grund  möchte ich hier schon einmal gleich vorweg daraufhinweisen, dass sich die beiden erst nach ca. 150 Seiten begegnen, dass dann auf den anderen 200 Seiten keine Liebesgeschichte wie bei Romeo und Julia enstehen kann ist meiner Meinung nach logisch, verständlich  und wäre auch nicht glaubwürdig. Also bitte lasst euch hier nichts einreden, so das ihr mit falschen Erwartungen ans Buch heran geht und dabei enttäuscht werdet.

Geht man ohne bestimmte Vorstellungen an das Buch heran, wird man mit einer in meinen Augen schönen Story belohnt. Der Roman selber spielt in einer nicht all zu weit infernten Zukunft, in der Männer und Frauen, bedingt durch einen Virus, sich bekriegen bzw. nicht mehr mit einander leben können. Teil dieser Welt sind Juna, die auf der Seite der Frauen aufgewachsen ist und David, der in einem Kloster auf der Seite der Männer groß geworden ist. Eigendlich leben beide in ihren Welten und haben mit dem anderen Geschlecht nicht viel zu tun, abgesehen der Tatsache, dass Juna als Kriegerin die Dörfer der Frauen verteidigt. Dies ändert sich jedoch, als David seinen Meister begleitet um einen Säugling entgegenzunehmen und Juna die jenige ist, die den Säugling zum besagten Ort bringen muss. Juna kann von nun an den Gesichtsausdruck Davids nicht mehr vergessen und ihre Vorurteile ihm gegenüber kommen stark ins schwanken, als sie ihn näher kennen lernt.

Aktion mäßig passiert leider in der Mitte des Buches nicht viel. Hierfür sorgen der Anfang und das Ende jedoch für genug spannende Momente. Besonders gut hat mir hier die Entwicklung von Juna gefallen, die am Anfang des Buches alle Männer für Monster hielt und lernen musste, dass dies in David, der ein sehr nachdenklicher und einfühlsamer junger Mann ist, nicht zu trifft. Dass das Buch nicht langweilig wird, dafür sorgen immer wieder tolle Wandlungen in der Story, die mich teilweise sogar in Erstaunen versetzen konnten.

Der Schreibstil war flüssig, leicht zu lesen und konnte mich vor allem durch die doch recht bildliche Darstellung in seinen Bann ziehen. Besonders gut hat mir hier die Erzählperspektive gefallen, die immer wieder zwischen David und Juna wechselt. So dass man sich in beide hineinversetzen kann. Zwar war mir Juna am Anfang nicht gerade sympatisch, hier gefiel mir Gwen besser, doch dies änderte sich zum Ende des Buches hin, als sie den guten Willen zeigte, von David Hilfe anzunehmen und sich von ihm das Lesen beibringen lies.

Abschliessend ist zu sagen, dass …

Wer sich von der Liebesgeschichte befreien kann, der wird vom ersten Teil  mit einer wunderbaren Geschichte belohnt. Jedenfalls war ich von der Story sehr begeistert. Hierzu muss ich sagen, dass ich hier meinen ersten Roman von Thomas Thiemeyer gelesen habe, und es wie mein SuB mir auch schon sagt nicht mein letzes Buch von ihm sein. Zumal ich schon sehr auf die Story von Gwen gespannt bin. Verspricht der nächste Teil doch ebenfalls eine tolle Story zu bieten. Belle und ich konnten unsere Nase jedenfalls nicht aus dem Buch nehmen und vergeben daher die volle Punktzahl.

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