[Rezension] Totentöchter von Lauren DeStefano (The Chemical Garden #1)

[Rezension] Totentöchter von Lauren DeStefano (The Chemical Garden #1)Totentöchter - Die dritte Generation
by Lauren DeStefano

Reihe: The Chemical Garden #1
Verlag: cbt
Erschienen am 2011
Genres: Dystopie, Romance, YA-Book
Seiten: 400
Format: Hardcover
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Goodreads

Rhine ist sechzehn Jahre alt – und wird in vier Jahren sterben. Ein missratenes Genexperiment hat katastrophale Folgen für die Menschheit: Frauen leben nur bis zum zwanzigsten, Männer bis zum fünfundzwanzigsten Lebensjahr. In dieser Welt ist nicht ungewöhnlich, was Rhine passiert: Sie wird entführt und mit dem reichen »Hauswalter« Linden in eine polygame Ehe gezwungen, um möglichst schnell Nachkommen zu zeugen. Rhine präsentiert sich eine glitzernde Welt voller Luxus und Reichtum – eine Welt ohne Freiheit. Gemeinsam mit dem Diener Gabriel plant Rhine ihre Flucht, bevor es zu spät ist…

DreiecksbeziehungRomanzeDystopie


Meine Gedanken zum Buch

ICH WARTE

Nach den Tributen von Panem überschwemmen dystopische Bücher den Buchmarkt gerade wie Vampir Bücher nach Twilight. Dennoch schaffen die Autoren es dem Leser immer wieder was neues bieten zu können und ihre eigene Geschichte zu erzählen. Sicherlich ähneln sich die Eckdaten, schließlich müssen sie ja auch in ein Genre passen, aber aber danach liegt es am Autor was er draß macht, und Lauren DeStefano schafft es eine schockierende Geschichte zu erzählen. Zwar sind dieser Geschichte im ersten Band noch Grenzen gesetzt da der Leser nur so viel erfährt wie die Hauptperson Rhine, aber der Leser erhält dadurch bereits einen guten Einblick in ein schockierende Gesellschaft.

Die Beschreibungen des Hauses in dem Rhine lebt und wie sie ihren Altag verbringen fand ich faszinierend. Besonders gefiel mir die Beschreibung der Freizeitaktivitäten. Neben den tollen Beschreibungen finde ich ebenso die Themen die Lauren DeStefano am Rande anspricht sehr geschickt gewählt. Denn für jeden dürfte klar sein, dass wenn die Mädchen nur 20 Jahre alt werden, dass sie ziemlich schnell erwachsen werden müssen und auch hier lässt es sich dann nicht vermeiden, dass Kinder Kinder kriegen, wie es bei einer von Rhines Schwesterfrauen, der Fall ist. Lauren DeStefano spricht also auch kritische Themen an. Die sie in meinen Augen gut darstellen kann. Was mir hier nicht so gut gefallen hat war Rhines Beziehung zu Gabriel. Leider bekommt der Leser nicht wirklich mit, wie viel Zeit die beiden wirklich mit einander verbringen, so dass ich Rhines Gefühle erst am Ende hin verstehen konnte. Ansonsten ist die Liebesgeschichte nicht wirklich aufgringlich, was mir sehr gut gefällt. Anderen Lesern mag es vielleicht zu wenig sein, Leser, die jedoch nicht so auf Liebesschmalz stehen werden diesen hier kaum finden und dürfen sich darüber freuen. So wie ich eben.

Abgesehen davon dass Lauren DeStefano wunderbare Ideen hatte, die mich fesseln konnten, muss ich auch einige Dinge kritisieren. So finde ich erfährt man einfach noch zu wenig von der Gesellschaft, dies ist zwar daran gekoppelt, das der Leser ja nicht mehr erfahren kann als Rhine erfährt, dadurch bleiben einem aber auch eine größere Sicht auf die Dinge verschlossen. Ein weiterer Punkt ist, dass ich Rhines Gedanken nicht so ganz nachvollziehen kann. Sie sieht in Linden am Anfang nur einen bösen Menschen, ich finde aber, dass er das leidliche Produkt der Gesellschaft und vorallem seines Vaters ist. Mir hat im Allgemeinen Rhine viele Dinge zu schwarz gesehen.

Für den zweiten Band wünsche ich mir jedenfalls ein bisschen mehr Freiheit für die Charaktere, so dass sie sich noch mehr entfalten können. Ebenfalls kann ein bisschen mehr Aktion nicht  schaden. Dies meine ich mehr in dem Sinne, als dass sich die Personen freier bewegen können und dadurch mehr erleben. Zusammengefasst bedeutet dies mehr Handlungsfreiraum für die Charaketere und Beantwortung einiger Fragen, die im Laufe der Geschichte auftreten, aber noch nicht beantwortet wurden.

Abschliessend ist zu sagen, dass …

Mit dem ersten Band der Chemical-Garden Trilogie ist Lauren DeStefano ein wirklich toller Auftakt gelungen, der den Leser leider mit sehr vielen Fragen zurück lässt, und mit einem Ende, nach dem man sich gerne gleich den zweiten Band schnappen würde, auf den man leider noch bis zum Herbst diesen Jahres warten muss. Eine Tortur für alle begeisterte Leser, denen die Geschichte um Rhine und Gabriel genauso gefallen hat wie mir. Trotz kleiner Schwächen hat mich Totentöchter überzeugen können.

belle-4

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