[Rezension] Kyria & Reb – Bis ans Ende der Welt von Andrea Schacht (Kyria & Reb #1)

[Rezension] Kyria & Reb – Bis ans Ende der Welt von Andrea Schacht (Kyria & Reb #1)Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt
by Andrea Schacht

Reihe: Kyria & Reb #1
Verlag: Egmont INK
Erschienen am 2012
Genres: Dystopie, Romance, YA-Book
Seiten: 384
Format: Hardcover
Quelle: Rezensionsexemplar
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Das Vereinigte Europa im Jahr 2125 ist eine Welt der kompletten Überwachung. Das geschieht nur zum Besten der Bürger, sagt Kyrias Mutter, eine hochrangige Politikerin des perfekt gesteuerten Systems New Europe. Doch die 18-jährige Kyria möchte endlich erfahren, wie es ist, sich frei zu fühlen. Als sie in Reb, einem jungen Rebell aus dem Untergrund, einen Verbündeten findet, fliehen die beiden auf abenteuerliche Weise aus New Europe und gelangen in ein fernes Reservat. Dort haben sich die Menschen ein bäuerliches Leben wie in längst vergangenen Zeiten bewahrt.

RomanzeHistorischDystopie


Meine Gedanken zum Buch

Über den großen Wandbildschirm liefen im Halbdunkel schreiende Menschen.

An ihrem achtzehnten Geburtstag, gelangt Kyria bedingt durch einen kleinen Hornissenunfall in die Heilungsstation. Da sie eine Gendefekte ist, wird sie zu ihrem Leidwesen von ihrer Mutter, einer hohen Politikerin und ihrer Duenna (vergleichbar mit einer Zofe), in Watte gepackt und muss ein paar Tage auf der Heilungsstation verweilen. Hier lernt sie Reb kennen, ein Mitglied der Subcultas, die keine ID besitzen und somit eigendlich kein Anrecht auf Heilung besitzen, doch mit Hilfe von Kyria, wird Reb verarztet und die beiden lernen sich kennen. Als Kyria dann durch Zufall erfährt, dass sie nur noch drei Wochen zu leben hat, möchte sie sie die letzten Tage ihres Lebens in Freiheit verbringen und beschließt  mit Reb gemeinsam zu flüchten und in ein Reservat zu gelangen, in dem ihre Freundin Hazel lebt. Die Reise gestaltest sich schwieriger, als Kyria es sich vorgestellt hat und immer mehr merkt sie, dass ihre heile Welt gar nicht so heil ist wie sie immer dachte.

Mit dem ersten Band um Kyria und Reb erscheint im INK Engmont Verlag nun eine Dstopie aus deutscher Feder, von der erfahrenen Autorin Andrea Schacht. In meinen Augen muss sich unsere deutsche Antwort auf Cassia und Ky nicht verstecken.

Die Welt in der Kyria und Reb leben gestaltet sich interessant, wenn auch nicht unbedingt neu. New Europe, oder auch kurz gesagt NuYu  wird nach einer Pandemie, der der größte Teil der Bevölkerung zum Opfer gefallen ist, von Frauen regiert. Männer haben hier nur wenig zu sagen und dienen mehr als Liebhaber, als dass sie etwas in der Gesellschaft zu sagen haben. Es wird schnell klar, dass damit nicht alle Bürger einverstanden sind, und sich von NuYu unhabhängig sein wollen. Andrea Schacht schafft es aus vielen bekannten Punkten eine tolle Welt zu kreieren, die jedoch noch viel Raum zum Wachsen besitzt. Dies wäre auf jedenfall ein Punkt den ich mir für den zweiten Teil wünsche als Verbesserung wünsche. Außerdem hoffe ich, dass neben Kyria und Reb, Hazel und Cam nicht unbedingt allzu viele Neuecharaktere eingeführt werden. Wird der Leser im letzten drittel des Buches  mit neuen Personen doch regelrecht bombadiert, so dass es schwer fällt an einigen Stellen den Überblick zu behalten gerade für Personen die eh ein schlechtes Namensgedächtnis besitzen (zum Glück gehöre ich nicht dazu ^^).

Besonders lesenswert an diesem Band und was mich häufig zum Lachen gebracht hat waren die tollen Dialoge zwischen Kyria und Reb, die an einigen Stellen einen doch sehr trockenen Humor besaßen, bissig waren und mir unheimlich viel Freude bereitet haben. Schon alleine deshalb mag ich dieses Paar. Ein anderer Punkt den ich an den beiden so sehr mag ist ihre Beziehung zu einander, die sich zum Glück erst langsam entwickelt und nicht so schnell von statten geht, so dass sie unglaubwürdig erscheint. Die Geschichte selber bietet einiges an Überraschungen was den Handlungsverlauf in meinen Augen sehr spannend gemacht hat. Leider werfen die vielen Intrigen mehr Fragen im Moment auf, als das Fragen beantwortet werden. Nicht nur Kyria sucht nach Antworten, auch der Leser muss sich leider bis zum nächsten Teil gedulden. Dies wäre ja nicht so schlimm, wenn der Erscheinungstermin des nächsten Bandes bestimmt erst im nächsten Jahr ist.

Der Schreibstil von Andrea Schacht ist einfach und locker. In den meisten Fällen hält sie sich nicht mit endlos langen Beschreibungen auf, dennoch ist sie in der Lage ihre Welt dem Leser nahe zu bringen. An dieser Stelle merkt man, dass Andrea Schacht eine erfahrene Autorin ist.

Ebenfalls positiv und in meinen Augen ein echter Hingucker ist das Cover. Ich selber finde es einfach traumhaft und wer bereits ein INK Buch in der Hand halten durfe, der weiß, dass das Buch auch ohne Schutzumschlag ein wahrer Hingucker ist. Hier kann man dem Verlag wirklcih ein großes Lob ausprechen. Einen kleinen Punkt Abzug gibt es von mir bezüglich des Titels, denn dieser Nutz hier den Erfolg von Cassia und Ky, oder David und Juna. In meinen Augen bekommt der Leser dadurch schon einen Scheuklappenblick und ordnet das Buch bereits gleich in eine Sparte ein. Ein bisschen mehr Ideenreichtung hier wäre besser gewesen.

Abschliessend ist zu sagen, dass

Mit dem ersten Band von Kyria & Reb ist Andrea Schacht ein toller Auftakt gelungen, der mich besonders durch seinen speziellen Charm, den Kyria und Reb mit ihren Dialogen verspühen, überzeugen konnte. Die Welt selber bietet bereits sehr interessante Ansätze, die in den nächsten Bänden noch weiter ausgebaut werden können. Es bleiben viele spannende Fragen offen, die es einem fast unmöglich machen ein weiteres Jahre auf den zweiten Band zu warten. Leider endet auch dieser Band wie so einige Trilogien mit einem gemeinen Cliffhanger. Ich persönlich freue mich bereits auf den nächsten Teil.

belle-4

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4 responses to “[Rezension] Kyria & Reb – Bis ans Ende der Welt von Andrea Schacht (Kyria & Reb #1)

  1. Mir ist gerade aufgefallen, dass Dein Amazon-Link ganz unten zu einem anderen Buch führt. Ansonsten schöne Rezi, das Buch steht definitiv auf meiner Wunschliste. 🙂
    LG!

  2. Ich kann dir größtenteils nur Recht geben 🙂
    Mir hat auch die Gestaltung der Gesellschaft, usw. sehr gut gefallen und ich bin gespannt, welchen Einfluss sie auf die Handlung des zweiten Teils haben wird.
    Die Dialoge zwischen Kyria und Reb waren sicherlich amüsant, aber ich habe sie wegen Rebs frecher und unhöflicher Art auch öfters als unangenehm empfunden. Natürlich müssen nicht alle männlichen Protagonistin so (übertrieben) einfühlsam wie Edward Cullen sein, aber ein wenig Benehmen sollten sie dann schon haben…auch, wenn man als Ausgestoßener außerhalb der Gesellschaft wohnt 😉 Ich kann mir schon vorstellen, dass Reb sich aufgrund seiner Lebensumstände natürlich ganz anders artikuliert und verhält, als Kyria es als wohlbehütete Politikertochter tut. Aber bis kurz vor Schluss ist mir Reb mit seinen Sprüchen und seiner unfreundlichen Art ziemlich auf die Nerven gegangen.
    Ich bin allerdings nach dem Ende des ersten Teils guter Hoffnung, dass Reb sich in dieser Hinsicht positiv entwickeln wird 🙂

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