[Rezension] Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten von Laini Taylor (Daughter of Smoke and Bone #1)

[Rezension] Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten von Laini Taylor (Daughter of Smoke and Bone #1)Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten
by Laini Taylor

Reihe: Daughter of Smoke and Bone #1
Verlag: FJB
Erschienen am 2012
Genres: Fantasy, Romance, YA-Book
Seiten: 488
Format: Hardcover
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Goodreads

Karou ist etwas Besonderes. Sie hat blaue Haare so glänzend wie Seide und filigrane Tattoos. Sie ist in den düsteren Gassen Prags genauso zuhause wie auf den Märkten von Marrakesch, und sie spricht fast alle Sprachen der Welt, nicht nur die der Menschen. Doch Karou hat ein Geheimnis. Manchmal verschwindet sie für Tage, ohne jemandem zu sagen wohin. Außerdem kennt nicht einmal sie selbst ihre wahre Herkunft. Bis eines Tages auf der ganzen Welt mysteriöse schwarze Handabdrücke an Türen erscheinen. Geflügelte Fremde, die durch einen Spalt im Himmel geschlüpft sind, brennen sie in Holz und Metall. Einen von Ihnen trifft Karou in der pulsierenden Altstadt von Marrakesch – und eine Liebe beginnt, deren Wurzeln tief in eine gewalttätige Vergangenheit reichen. Am Ende wird sie mehr über sich erfahren, als sie sich jemals hätte vorstellen können.

RomanzeEngelHistorisch


Meine Gedanken zum Buch

Nach meinem ersten Buch von Laini Taylor, dem Kurzgeschichten Band »Der verbotene Kuss« wollte ich eigendlich kein weiteres Buch von ihr lesen, denn hier hatte mir weder der Schreibstil noch die Kurzgeschichten gefallen, obwohl bereits diese wirklich ausgefallen und anders waren. Zum Glück habe ich meine Meinung geändert, denn als die ersten englischen Reviews zu Daughter of Smoke and Bone so voller Lob waren und ich gesehen habe, dass das Buch auch bei uns erscheinen wird, musste ich es doch vor lauter Neugierde lesen und ich hätte mir in den Arsch gebissen, wenn ich es nicht getan hätte.

Der erste Band von Daughter of Smoke and Bone hat es mir wirklich angetan, so dass es mir schwer fällt das Buch nicht in den Himmel zu loben. Ich habe die Charaktere wie selten zu vor in mein Herz geschlossen. Wem zu Ohren gekommen sein sollte, dass es sich hier um einen Engelsroman handelt, dem sei gesagt, dass hier zwar auch Engel auftauchen, aber diese in keinster Weise klischeehaft sind. Laini Taylor lässt ihre eigenen Engel auferstehen, die nicht viel mit den Engeln im Nachthemd und schneeweißen Flügeln gemein haben, und auch die anderen Wesen, die hier eine Rolle spielen, die Chimeren sind wirklich wunderbar beschreiben und so faszinierend wie schon lange keine Wesen mehr.

Von der Story des Buches möchte ich hier nichts preisgeben, denn diese spannende, und stellenweise auch sehr tiefgründige Geschichte muss man einfach selber lesen, man muss einfach unvoreingenommen an die Geschichte ran gehen, ohne die Grundgeschichte zu kennen und schließlich schreibe ich eine Rezension und keine Nacherzählung des Buches, also lasst euch auf eine positive Art überraschen.

»Wie würdest du dich fühlen, wenn du den falschen Mann liebst, er aber die Antwort auf alle deine Fragen ist?«

In dem Auftaktband  kommen wirklich so viele neue Aspekte vor, dass sich dieses Buch in meinen Augen mit keinem anderen Buch vergleichen lässt, jedenfalls ist mir bisher keines bekannt. Und aus diesem Grund konnte mich Laini Taylor mit jeder Wendung der Geschichte immer wieder überraschen und fesseln. Die Charaktere sind interessant und einzigartig. Kaoru steht mit ihrer Art im vollen Gegensatz zu den normalen weiblichen Charakteren eines YA Paranormal Romans. Sie ist nicht das zarte Mädchen, dass einen Beschützer benötigt, sondern ist eine starke Frau, die ihr Schickal selbst in die Hand nimmt und sich auch von Rückschlägen nicht gleich entmutigen lässt. Und auch Brimstone, Karous Ziehvater und die anderen Chimären bei denen Kaoru augewachsen ist sind witzige und außergewöhnliche Charaktere.

Neben den vielen tollen Ideen hat mir besonders die Tiefe in der Geschichte gefallen. Die Dialoge zwischen den Charakteren sind in keinster Weise oberflächlich, sondern sind zum einen sehr traurig, tiefgängig und zum anderen traumhaft schön. Es steckt teilweise so viel Gefühl und ein wahrer Anteil in dem Gesagten, so dass man mit den Charakteren leidet.

Der Schreibstil passt wunderbar zum Buch. Mal ist er rasant und schroff, dann wieder langsam und gefühlvoll, je nachdem wie es in der Situation angebracht ist. Laini Taylor hat es wirkich geschaft wirklich magische Momente und tolle Szenen zu entwerfen. Selten habe ich mich in einer Welt so wohl gefühlt und es bleibt noch so viel Freiraum und Entwicklungsmöglichkeit für den zweiten Teil. Die Handlungsorte waren einfach wunderbar gewählt und die Welt in der Kaoru landet ist einfach nur magisch und wunderschön. Auch die Namen haben mir sehr gut gefallen und Laini Taylor hat sich wirklich viele neue Begriffe einfallen lassen, so hat sie Wünschen je nach ihrer Stärke eigene Namen gegeben.

Ein weiteres Lob, was zwar weniger mit der Autorin, sondern mehr mit dem Verlag zu tun hat, muss ich  auch ausprechen, denn mir gefällt das Cover sehr gut, die Farben haben es mir einfach angetan und schön anzusehen ist auch das Buch ohne Schutzumschlag, denn hinter diesem befindet sich das Motiv vom Cover noch einmal als Zeichnung, die sehr gut aus dem Skizzenbuch von Kaoru stammen könnte.

Nach dem vielen Lob bleibt nur ein einziger Kritikpunkt, nämlich das man sich leider wieder bis zum nächsten Jahr auf den zweiten Band gedulden muss, zumindest wer den zweiten Band so wie ich auf deutsch lesen möchte. Wer es nicht mehr abwarten kann, der kann dann im September 2012 zur englischen Ausgabe des zweiten Teils greifen mit dem wundervollen Titel Days of Blood and Starlight. Ich bin gespannt wie es weiter geht und was uns dann erwartet. Meine Erwartungen an den zweiten Band sind jedenfalls sehr hoch.

Abschliessend ist zu sagen, dass …

Es ist wirklich schwer ein kurzes Fazit zu schreiben von einem Buch was einen umgehauhen hat. Daughter of Smoke and Bone wird für mich dieses Jahr ein Buch sein, an das nur wenige Bücher heran kommen werden. Sicherlich ist das Jahr noch jung und es erscheinen noch viele Bücher die mich interessieren, aber in meinen Augen stimmte hier alles. Ich kann zwar immer nur für mich selber sprechen, aber hier stimmte in meinen Augen wirklich alles, die Story, die Charaktere und die Handlungsorte. Wer also weg von den normalen Engelsgeschichten möchte und es ein bisschen phantasievoller mag, dem kann ich Daughter of Smoke and Bone nur an Herz legen. Auch den jenigen, die vom Kurzgeschichtenband von Laini Taylor nicht angetan waren, lasst euch davon nicht abschrecken, hier wäre es als wenn man Äpfel mit Birnen vergleichen würde. Daughter of Smoke and Bone ist unvergleichlich.

belle-5

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5 responses to “[Rezension] Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten von Laini Taylor (Daughter of Smoke and Bone #1)

  1. Shaggus

    Hey, also ich kann es nur bestätigen. Habe gestern die letzten Zeilen gelesen und ärgere mich schon jetzt wahnsinnig, so lange auf die Fortsetzung warten zu müssen. Zumindest habe ich hier bei euch schon mal erfahren, dass es auch eine geben wird und wann sie in etwa erscheinen wird.
    Ich finde den Erzählstil auch sehr außergewöhnlich und das passt in jeder Hinsicht zum Inhalt der Geschichte. Ich konnte nicht aufhören, weiter zu lesen und alles ist so lebendig beschrieben. Ich bin absolut in die Geschichte versunken. Ich finde, die Art und Weise, eine eigentlich hoch-romantische Geschichte mit so relativ wenig romantischen Elementen, so wenig kitschig zu gestalten, absolute spitzenklasse! Also, lesen! Meine Empfehlung! Und glaubt mir, mein Bücherschrank ist voller Fantasy!!!!!! 😉

  2. Marion

    Ich glaube ich bin eine der Wenigen die dieses Buch nicht so toll fand :-/. Bis zur Mitte des Buches habe ich es geschafft, danach viel es mir schwer der ganzen Geschichte noch zu folgen. Die ersten Kapitel bis Karou und Akiva dann aufeinander trafen waren noch ganz ok, aber dann fiel es mir schwer mich in das ganze Geschehen einzufinden. War ein wenig enttäuscht, weil doch so viele von dem Buch geschwärmt haben. Geschmäcker sind halt einfach sehr unterschiedlich, wäre schlecht wenn nicht. 🙂

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