[Rezension] Slide – Durch die Augen eines Mörders von Jill Hathaway (Slide #1)

[Rezension] Slide – Durch die Augen eines Mörders von Jill Hathaway (Slide #1)Slide - Durch die Augen eines Mörders
by Jill Hathaway

Reihe: Slide #1
Verlag: FJB
Erschienen am 2012
Genres: Paranormal, Thriller, YA-Book
Seiten: 320
Format: Hardcover
Quelle: Rezensionsexemplar
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Goodreads

Die sechzehnjährige Vee hat Narkolepsie. Und wenn es nicht schon genug wäre, plötzlich in der Schule, im Kino oder bei Freunden einfach einzuschlafen, wandert Vees wache Seele während des Schlafens in den Körper eines anderen. Vee sieht, was diese Person gerade sieht – ohne deren Taten beeinflussen zu können. Doch noch nie war es so grausam wie in dieser Nacht: Sie sieht durch die Augen eines Mörders. Und sie kennt das Opfer: Es ist Sophie, die beste Freundin ihrer Schwester Mattie. Für die Polizei sieht es aus wie Selbstmord, nur Vee kennt die schreckliche Wahrheit, und sie begreift schnell, dass auch Mattie in Gefahr schwebt. Nur – wie soll sie herausfinden, in wessen Körper sie war? [Quelle: Amazon]

Paranormal Krimi


Meine Meinung zum Buch

Normalerweise bewege ich mich ja nicht unbedingt auf der Welle der Thriller oder Krimi Bücher, sondern schwimme im Strom der Dystopien, der Fantasy und anderer fantastischer Bücher aus dem Jugendbuchbereich. Doch Slide hatte mich bereits vor ein paar Monaten neugierig gemacht. Das lag vor allem daran, dass mir die Bodyfinder Reihe sehr gut gefallen hatte und so wollte ich mich auch an diesen Buch wagen.

Ich muss gleich sagen, dass Slide meiner Meinung nach kein Highlight war, dennoch habe ich es mit vier Punkten recht hoch bewertet. Der Grund für die hohe Bewertung liegt einfach daran, dass es mir wirklich recht gut gefallen hat und mal eine Abwechselung war. Wenn ich es so sehen, war Slide ein schöner Ausflug in andere Gewässer und hat meine Leselust für andere Bücher wieder geweckt. Die Idee, die hinter Slide steckt ist zwar gut und interessant, für meinen Teil jedoch viel zu wenig ausgearbeitet. Ich weiß nicht was ich mir vorgestellt hatte, aber ich hatte mir gewünscht, tiefer in die Story hineingezogen zu werden. Leider blieb ich während des Lesens nur stiller Beobachter.

Zum Inhalt selber gibt es bei der kürze des Buches nicht mehr zu sagen, als es schon im Klappentext steht, alles andere würde hier zu sehr in die tiefe gehen und dann bräuchte man das Buch nicht mehr zu lesen, daher schreibe ich hier zu nichts mehr und gehe lieber etwas auf die Charaktere ein. Fangen wir daher mit Silvia oder nur Vee genannt an. Selten hatte ich eine Hauptprotagonistin in einem Buch, die mir gleichgültiger war. Das heißt jetzt nicht, das mit Vee nicht gefallen hat, aber ich konnte einfach mit ihr fühlen. In der Schule würde sie zum Beispiel nicht zu den Menschen gehören, mit denen ich gerne befreundet sein möchte. Vee hatte mir auch nicht genügend Tiefe. Leider empfand ich nicht nur bei der Hauptfigur so, sondern auch bei den Nebenfiguren. Vee´s Schwester Mattie ging mir den größten Teil des Buches sogar richtig auf die Nerven. Am Interessantesten fand ich Vee´s Vater, der leider nicht genügend Raum in diesem Buch erhalten hat, was ja auch verständlich ist, denn immerhin ging es ja um Vee und ihre Gabe.

Was mir trotz der Schwächen sehr gut gefallen hat, war , dass ich bis zum Schluss nicht wusste wer der Täter war. Die Autorin gibt zwar immer wieder kleine Hinweise auf Personen, die sich dann jedoch wieder zuerschlagen. Und so blieb die Spannung bis zum Ende des Buches erhalten. Daher kann ich auch keine wirklich schlechte oder auch neutrale Bewertung geben, denn es hat mich trotz der mir gleichgültigen Personen gefesselt, weil ich wissen wollte durch wessen Augen Vee die Morde gesehen hat.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Vee. Obwohl der Leser durch diese Erzählweise sehr viel von Vee´s Gefühen erfährt, konnte ich nicht mit ihr mitfühlen. Sie war mir einfach vom Profil her zu flach gehalten und ich hätte lieber gerne die Gefühle von anderen Personen mehr gespürt. Vielleicht hätte mir das Buch etwas besser gefallen, wenn es aus der dritten Person geschrieben worden wäre.

Abschliessend ist zu sagen, dass …

Slide ist ein tolles Buch für zwischen durch. Es besticht zwar in meinen Augen nicht gerade durch tolle Charaktere, oder einer wahsinnig gut ausgefeilten Story, dennoch konnte mich Slide durch einige vergnügliche Lesestunden führen. Besonders geeignet ist Slide meiner Meinung nach, für alle die sich einfach nach etwas kurzem sehnen. Auf den zweiten Band bin ich zwar schon gespannt aber ich bin auch recht froh drüber, dass ich jetzt nicht sehnsüchtig auf ihn warten muss, denn Durch die Augen eines Mörders ist in sich abgeschlossen und kann daher sehr gut auch als einzelner Band gelesen werden.

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