[Rezension] The Bone Season – Die Träumerin von Samantha Shannon (The Bone Season #1)

[Rezension] The Bone Season – Die Träumerin von Samantha Shannon (The Bone Season #1)The Bone Season - Die Träumerin
by Samantha Shannon

Reihe: The Bone Season #1
Verlag: Bloomsberry Berlin
Erschienen am November 2013
Genres: Dystopie, Fantasy, Future, Paranormal, SciFi, YA-Book
Seiten: 608
Format: Hardcover
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Sie ist stark, sie ist schnell, und sie kann etwas, was sonst niemand kann: die Gedanken anderer lesen. In einer Welt, in der Freiheit verachtet und Träume verboten sind, wächst die junge Paige zu einer Kämpferin heran. Doch dann wird sie erwischt und in eine geheime Stadt verschleppt, in der ein fremdes Volk herrscht, die Rephaim. Und wo sie Warden trifft, den jungen Rephait mit den goldenen Augen. Er ist das schönste und unheimlichste Wesen, das sie je gesehen hat. Seine Gedanken sind ihr ein Rätsel. Und ausgerechnet ihm soll Paige von nun an als Sklavin dienen...

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Warum habe ich dieses Buch gekauft

Wie genau ich auf The Bone Season – die Träumerin aufmerksam geworden bin weiß ich nicht mehr genau. Ich weiß nur noch, dass The Bone Season, nachdem ich die Inhaltsangabe gelesen hatte, sehr schnell im Einkaufswagen gelandet war. Erst später merkte ich, dass ich schon vor einiger Zeit auf das Buch aufmerksam geworden bin und es bereits seid Monaten auf meiner Goodreads to-be-read Liste zu stehen hatte.

Meine Gedanken zum Buch

Lange habe ich kein Buch mehr so genossen wie The Bone Season – Die Träumerin. Hätte ich das Buch im Urlaub gelesen, so wäre ich bestimmt an einem Tag mit diesem 608 Seiten starken Buch fertig gewesen, so benötigte ich immerhin 4 Tage. Das Buch war einfach genial und mehr Wörter fallen mir im Moment auch nicht ein, klar gibt es noch ganz viele andere Wörter um das Buch zu beschreiben, aber das war mein erster Gedanke beim Zuschlagen der Buchdeckel. Auch hier ist klar, dass es nicht jedem zu sagen wird, zum Beispiel hatte ich auf anderen Blogs bereits gelesen, dass zu viele Beschreibungen sind und zu wenig passiert. Das kommt immer auf den Betrachter an und für mich war es genau richtig.

Am Anfang viel es mir ein bisschen schwer in die Geschichte zu finden. Ich wurde mit viele Informationen gefüttert, die ich erst einmal in meinem Kopf ordnen musste. Wer denkt, dass er hier ein schnelles Buch für zwischendurch in den Händen hält wird schnell eines besseren belehrt. Deshalb rate ich zukünftigen Lesern sich Zeit für The Bone Season – Die Träumerin zu nehmen, denn wenn man einmal angefangen hat kann man nur schwer wieder aufhören.

Was mir hier sehr gut gefallen hat, war der Aufbau der Gesellschaft von The Bone Season. Angesiedelt ist die Handlung ca. 50 Jahre nach unseren heutigen Zeit. Im Jahr 2059 verfolgen wir das Leben der 19-jährige Paige Maloney, die in der kriminellen Unterwelt von  Scion (London) arbeitet. Ihre Aufgabe ist es, Informationen auszukundschaften, in dem sie in die Traumlandschaften der Menschen einbricht. Sie ist ein Traumwandler, ein Hellseher. In ihrer Welt, begeht sie Verrat in dem sie einfach atmet.

Klingt am Anfang sehr interessant und ist es meiner Meinung auch. Anfänglich dachte, es geht hier wirklich nur um den Kampf der Seher gegen das Regime von Scion. Ein ganz normaler Weg in einer Dystopie. Doch dies ist nur ein kleiner Teil, denn nachdem Paige einen Wächter alleine durch ihre Gabe tötet, ohne diesen zu berühren hat sie die Aufmerksamkeit der Rephaim auf sich gezogen. Diese Leben von den Menschen abgeschirmt in einer Stadt namens Sheol I, was dem heutigen Oxford entspricht. Hier werden die Seher hingebracht, die zu sogenannten Rotjacken ausgebildet werden sollen, eine Elitetruppe, die die Welt vor bösen Kreaturen schützen soll. Doch Paige denkt gar nicht daran sich versklaven zu lassen.

Was am Anfang vielleicht für einige, wie auch für mich, etwas Schwierigkeiten bereitet, ist die Menge an Charakteren und die viel Zahl an neuen Begriffen. Da sind zum einen die Sieben Siegel, die Gruppe mit der Paige im Untergrund von Scion arbeitet. Alleine diese sieben Personen mit ihren Gaben im Gedächtnis zu behalten ist nicht einfach. Im weiteren Verlauf kommen dann noch die Rephaim dazu, die sich auch in ihrer Stellung unterscheiden. Sicherlich lernt man die Charaktere im Verlaufe des Buches kennen, aber sie bleiben nie lange im Gedächtnis weil es einfach zu viele sind, als dass sich die Autorin Zeit nehmen kann ihnen eine gewisse Tiefe zu verleihen. Trotzdem mochte ich Paige und vor allem Arcturus hatte es mir angetan.

Was ich erst mitten im Lesen des Buches erfahren habe, ist dass es einen riesigen Hype um das Buch gegeben hat. Es gibt wohl keine Zeitschrift die sich der Autorin und ihrem ersten Werk nicht gewidmet hat, so konnte man Berichte im Guardian, in der Washington Post und einigen anderen Medien lesen. Es stellte sich die Frage, ob Samantha Shannon die neue J.K. Rowling ist. Diese Frage kann ich für mich schon einmal mit NEIN beantworten. Ganz einfach weil Samantha eben Samantha ist und weil die Geschichten der beiden Autorinnen kaum etwas gemeinsam haben, außer das beide in der Lage waren eine überaus interessante Welt zu erschaffen. Ansonsten liegt die Altersgruppe bei beiden Autorinnen völlig anders und auch das Thema lässt sich so nicht vergleichen. Was beide gemeinsam haben und das lässt sich nicht abstreiten ist, dass beide aus England stammen.

Da der erste Band sehr viele Information bereithält bleiben viele Fragen noch offen und das Ende ist nur eine Überleitung zum nächsten Band, denn die eigentliche Geschichte spielt sich bestimmt erst jetzt ab. Wie allerdings aus dieser Story sieben Bände werden sollen weis ich leider nicht. Im Moment sehe ich noch nicht das Potenzial, dass die Autorin es schafft den Leser so lange zu unterhalten.

Es bleibt zu hoffen, dass das Buch auch hier zu lande genug Leser findet. Angesichts dessen, dass das Buch an mir fast vorbei gegangen wäre und ich von diesem Hype erst viel später etwas mitbekommen habe, möchte ich hier gerne andere Leser dazu animieren sich das Buch einmal anzuschauen. Es lohnt sich auf jeden Fall. Seit euch jedoch bewusst, dass das Buch mit 608 Seiten recht dick ist und eine Welt erst einmal aufgebaut werden muss, was nicht ohne Erklärungen geht.

Die Aufmachung des Buches ist sehr gelungen. Das Cover selber wurde für den deutschen Markt etwas verändert. Leider gerät die Sonnenuhr, die eine magische Anziehungskraft auf mich hatte in den Hintergrund. Gerade das hatte mich bei dem Originalcover sehr fasziniert.  Schlägt man das Buch auf, findet man auf den ersten Seiten erst einmal eine Gliederung zu den sieben Kasten der Hellseherei. Als diese Übersicht hat mich am Anfang etwas geschockt, war mir im Verlauf des Buches aber eine große Hilfe. Nachfolgend finden wir noch eine Karte von Shoel I (Oxford). In der Originalausgabe ist auch noch eine Karte von Scion (London) zu finden, leider fehlt diese in der deutschen Ausgabe. Ganz hinten im Buch findet der Leser noch ein nützliches Glossar mit den einzelnen Begriffen.

Abschliessend ist zu sagen, dass …

The Bone Season ist ein Buch, dem man offen gegenüber stehen muss und das man als einzelnes Werk betrachten sollte. Wer mit hohen Ansprüchen ran geht und sich denkt sie hat hier ein neues Harry Potter Werk vor der Nase kann nur enttäuscht sein und Paige ist auch nicht die neue Katniss (Ich frage mich immer wieder ob sich Leser damit wirklich ködern lassen). Lasst der Story Zeit und macht euch klar, dass es sich hier wirklich um eine Einführung zu einem großen Projekt handelt. Die Autorin handelt viel ab, erklärt viel und baut dadurch eine gewaltige Welt auf, die aber Platz brauch um zu reifen. Trotzdem vergebe ich für den erste Band von The Bone Season klare 5 Belles, das mich das Buch mit seiner Mischung von Mystik, Paranormalen Elementen und Dystopie begeistern konnte. Und keine Angst, Bella, Katniss und Harry, Paige wird ihre eigenen Wege gehen.

belle-5


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7 responses to “[Rezension] The Bone Season – Die Träumerin von Samantha Shannon (The Bone Season #1)

  1. Klingt ja wirklich gut und interessant.. aber ich weiß nicht, ob ich eine neue Reihe mit 7 Teilen anfangen will. Da bleibt immer die Angst, dass es dann doch abgebrochen wird. ;(
    Werde es aber im Auge behalten.
    LG

  2. Ui, das Buch klingt ja wirklich toll! Ich habe es in letzter Zeit immer wieder auf diversen Seiten / Blogs gesehen, mich aber nie wirklich näher damit beschäftigt. Deine Rezi klingt allerdings so toll – das Buch wandert direkt auf die Wunschliste. 🙂

    Aber ich stimme Martina zu: 7 Bände?! Wow! :-O

  3. Oh, wie wunderbar 😀 Es freut mich, dass es dir ebenfalls so gut gefallen hat. Dann drücken wir mal gemeinsam die Däumchen, dass wir in den Genuss weiterer Bände kommen 😉

    Übrigens, dein Design finde ich zauberhaft 🙂

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