[Rezension] Alice im Zombieland von Gena Showalter (White Rabbit Chronicles #1)

[Rezension] Alice im Zombieland von Gena Showalter (White Rabbit Chronicles #1)Alice im Zombieland
by Gena Showalter

Reihe: White Rabbit Chronicles #1
Verlag: Darkiss
Erschienen am 01.01.2014
Genres: YA-Book, Zombies
Seiten: 416
Format: Hardcover
Quelle: Rezensionsexemplar
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Goodreads

An ihrem 16. Geburtstag sieht Alice "Ali" Bell eine Wolke, die die Form eines weißen Kaninchens hat. Kurz darauf passiert, was Alice nie für möglich gehalten hätte: Ihre Eltern, ihre Schwester und sie werden von Zombies angegriffen. Nur Ali überlebt. Sie zieht zu ihren Großeltern nach Birmingham und fängt an einer neuen Schule an. Um ihre Familie zu rächen, will Ali lernen, Untote zu besiegen. Um zu überleben, muss sie dem undurchsichtigsten Typ an der Asher High vertrauen: Cole Holland weiß, wie man Zombies jagt. Aber er hat selbst Geheimnisse; und es scheint, dass die größten Gefahren dort lauern, wo Ali sie am wenigsten vermutet.

RomanzeParanormalZombie


Meine Gedanken zum Buch

Ich weiß nicht wie oft ich schon in der Situation war, dass ich ein Buch interessant fand und es dann unbedingt auf meiner Wunschliste landete. Alice im Zombieland gehörte jedenfalls dazu und ich habe im Laufe der Zeit immer wieder beobachtet was meine GoodreadsMitleser von dem Buch hielten. Es stellte sich zunächst heraus, dass es auch hier wieder nur lieben oder hassen gab. Gerade so eine Situation macht mich immer neugierig darauf, wie es mir dann gefallen wird. Und ich muss gleich vorweg sagen… es war so mittelmäßig.

Das mich das Buch nicht allzu sehr zu begeistern wusste lag nicht einmal an der Idee, denn die hat mir sehr gut gefallen. Auch wenn ich mir auf  Grund des  Titels mehr Bezüge zum originalen Alice im Wunderland mehr gewünscht hätte, habe ich sie im Verlauf des Lesens nicht vermisst. Einzig und alleine, dass die Hauptprotagonistin Alice heißt und das Kaninchen in Wolkenform erscheint konnte ich keine weiteren Verbindungen entdecken. Vielleicht war ich aber auch nicht aufmerksam genug. Die Zombie Idee konnte mich also begeistern, zumal die Zombies nicht nur einfach Untote waren, sondern mehr zu bieten hatte und der ganze Zombiekram einmal anders aufgezogen wurde.

Nein, was mich enorm gestört hat waren die wahnsinnig vielen Klischees, die mir wohl oder übel so langsam auf die Nerven gehen. Als ich damals die Rezension von Lisa (ehemals Mundo Phantastico) gelesen hatte musste ich einfach nur schmunzeln, konnte mir das Ganze jedoch nicht so vorstellen. Lesern, die denken sie werden das Buch so oder so nicht lesen, können sich gerne mal an die Rezension wagen, anderen rate ich davon ab.

Dennoch, die Klischees fangen mal wieder gleich am Anfang an. Wie in vielen Büchern im Young Adult Genre verliert die Hauptperson auch hier ihre Familie. Dies geschieht natürlich mit dem einfachsten Mittel, dem Verkehrsunfall. Ein Schulwechsel steht an, sie ist die Neue und freundet sich natürlich gleich mit dem flippigsten Mädchen an. Wer von Klischees noch nicht genug hat wird auf den nächsten Seiten feststellen, dass sie natürlich auf den geheimnisvollen Typen der Schule steht. Ach ja und eine Dreiecksbeziehung darf natürlich auch nicht fehlen. Manchmal gingen mir der Zickenkrieg [den hatte ich als Klischee total vergessen] so auf die Nerven, dass ich manche Textpassagen einfach nur überflogen habe.

Die Charaktere sind zwar ganz lieb, aber sonderlich überzeugen konnten sie mich nicht, denn in letzter Zeit sind mir einfach zu viele Protagonisten mit diesen Charakterzügen begegnet. Weder Alice konnte sich aus der Gruppe von 16-jährigen hervorheben. Auch das Jungsteam ist nicht neues. Es gibt den netten Kumpel Justin, der sich mehr erhofft und natürlich den Schönling. Cole ist gutaussehend, aber dunkel und mysteriös. Die Nebengestalten sind leider so unscheinbar, dass ich gar nicht mehr ihre Namen weiß. Schade eigentlich, denn was die Teenies auf dem Kasten haben ist nicht schlecht und konnte mich wirklich überraschen. Das Ganze grenzt schon fast an paranormale Fähigkeiten, was mich immer noch sehr fasziniert.

Die Spannung und der Aktionteil kommt an einigen Stellen nicht zu kurz und die Handlung selber konnte mich wenn ich die Klischees mal außen vor lasse sehr überraschen. Noch dazu war die Handlung für meinen Teil nicht unbedingt vorher sehbar und so konnten mich neue Ereignisse oder Auflösungen von Geheimnissen begeistern. Dies ist auch der Grund warum ich das Buch nicht gleich in die Tonne getreten habe und dem zweiten Band gar eine zweite Chance gebe.

Abschliessend ist zu sagen, dass …

Der erste Band von Alice im Zombieland bietet gute Unterhaltung. Es hätte ein kleiner Favorit für mich werden können, wenn nicht stellenweise so fühle Teenie-Klischees bedient worden wären. Leider hat mir das auf einigen Seiten die Lesefreude genommen. Nichtsdestotrotz konnte mich Alice im Zombieland durchaus begeistern. Mit ihrer Darstellung der Zombies zeigt uns Gena Showalter, dass Zombies auch anders sein können als wir denken. 5 Punkte für eine großartige Idee, aber enorme Abzüge in der B-Note durch Klischees die nicht hätten sein müssen. Für Zombieliebhaber dennoch sehr zu empfehlen. Der zweite Band erscheint schon im Juli 2014 und wird von mir trotz der mittleren Bewertung gelesen, in der Hoffnung, dass Rückkehr ins Zombieland besser wird.

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7 responses to “[Rezension] Alice im Zombieland von Gena Showalter (White Rabbit Chronicles #1)

  1. Von mir hat das Buch volle Punktzahl bekommen. Ich bin mit sehr niedrigen Erwartungen herangegangen, mir hat es aber dann doch gefallen.
    Die Meinungen für das Buch gehen ja auch weit auseinander. 🙂
    Schöne Rezi.

    Liebe Grüße

    1. Das war sicherlich eine gute Idee, mit eine geringen Erwartung an das Buch heran zu gehen. Meine Erwartung war nun auch nicht sonderlich hoch und die Grundidee war auch wirklich gut, aber ich vor dann was die Klischee angeht dann doch voreingenommen. Daher freue ich mich auf Band zwei, bei dem ich unbelastet bin.

  2. Ich stand auch schon oft kurz davor es zu kaufen, aber als totaler Alice im Wunderland Fan gehe ich wahrscheinlich mit zu hohen Erwartungen an die Sache ran.
    Hab Stolz & Vorurteil & Zombies gelesen und das war eigentlich eine 1 zu 1 Adaption mit Zombies, und dazu auch noch richtig gut. Jetzt bin ich mir mit Alice etwas unsicher… naja irgendwann kauf ichs sicher trotzdem 😀

    1. Wie gesagt, bis auf den Titel, das Kaninchen und die Tatsache das Alice eben Alice heißt konnte ich keine Übereinstimmung finden. Da wäre es schon besser gewesen, wenn sie durch einen Tunnel gelangt wäre und dann wirklich im Zombieland wäre. Wer weiß was allerdings noch alles geschieht. Sind ja immer noch zwei weitere Bände. Es lässt sich aber wirklich sehr gut lesen und wenn man die Klischees außen vorlässt, dann ist die Grundidee ebenfalls sehr gut, zumal die Bekämpfung eben mal anders läuft.

  3. Ich habe deine Rezension ehrlich gesagt nur kurz überflogen, weil ich das Buch gerade selbst lese. Bislang finde ich es eigentlich gut, nur du hast schon Recht: Es ist mal wieder ein Autounfall schuld, dass die Protagonistin plötzlich verwaist ist. Der Anfang hat mich zunächst total an „Wenn ich bleibe“ erinnert. Kennst du das Buch?
    Aber jetzt habe ich mich eingelesen und finde es richtig gut. Der Schreibstil ist sehr flott und ich bin schon total neugierig, wie es weiter geht.
    Genau so neugierig bin ich auch auf meine Neuzugänge. 🙂
    Vielen Dank für dein Kommentar.
    GLG
    Kitty

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