[Rezension] Pandemonium von Lauren Oliver (Delirium #2)

[Rezension] Pandemonium von Lauren Oliver (Delirium #2)Pandemonium
by Lauren Oliver

Reihe: Delirium #2
Verlag: Carlsen Verlag
Erschienen am October 25th 2012
Genres: Dystopie, Romance, YA-Book
Seiten: 352
Format: Hardcover
Goodreads

Die angepasste Lena von früher gibt es nicht mehr. Das Mädchen, das glaubte, was man ihm sagte, und sich gegen die Liebe heilen lassen wollte. Dieses alte Ich hat Lena zurückgelassen auf der anderen Seite des Zauns, über den sie mit Alex geflohen ist. Hier, in der Wildnis, schließt sie sich dem Widerstand an. Ein Auftrag führt sie erneut in die Stadt. Und tief in ihrem Innern gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Alex doch noch am Leben ist. Sie muss ihn finden. Denn in ihrem Herzen lodert immer noch die Liebe.

RomanzeDreiecksbeziehungMystikDystopie


Achtung! Da dies ein Folgeband ist können Spoiler des vorherigen Bandes auftauchen. 

Der Kaufgrund

Da der erste Band mit damals so gut gefallen hat, musste die kleine Schwester natürlich auch bei mir einziehen. Zum Glück musste Pandemonium nicht ganz so lange darauf warten gelesen zu werden wie Delirium. Trotzdem stand es mehr als ein Jahr bei mir im Regal.

Meine Gedanken zum Buch

Nach Lenas Flucht und dem Verlust von Alex ist sie auf sich alleine gestellt. Doch wie es so als Stadtmensch ist, kommt sie nicht weit und droht zu sterben. Zum Glück bekommt sie Hilfe von Raven und ihrer Gruppe. Nach anfänglichen Schwierigkeiten sich in der Gruppe zu intigrieren gewöhnt sich Lena so langsam an das Leben außerhalb der Mauer, auch wenn sie dieses Leben nicht ganz zurück lassen kann und vor allem nicht Alex.

Was mir immer wieder gut gefallen hat, waren die Sprünge von Jetzt und Damals, die sich immer mehr angenähert haben. Anfänglich war ich etwas verwirrt, aber mit der Zeit hatte ich mich daran gewöhnt und fand es unheimlich spannend diesen beiden Strängen zu folgen. Dabei weiß ich gar nicht welcher Strang mir besser gefallen hat. In den Abschnitten „Damals“ erleben wir wie es Lena nach der Flucht ergangen ist. Hier lebt sie in Freiheit und muss sich mit den Widrigkeiten der Natur kämpfen. Hier lernen wir eine neue Nebenfigur in Form von Raven kennen, die mich leider nicht so begeistern konnte wie Hannah. Vielleicht lag es daran, dass sie und Lena nicht immer einer Meinung sind und Raven etwas härter in ihren Ansichten ist.  Im anderen Handlungsstrang gerät Lena in Gefangenschaft und wir lernen einen weiteren Nebencharakter in Form von Julian kennen. Auch hier konnte Julian nicht an Alex aus dem ersten Band heran kommen, auch wenn er ein sehr liebenswerter Charaktere ist und mir an einigen Stellen leid getan hat.

Der Schreibstil der Autorin ist wie im ersten Teil sehr detailreich und ausführlich, sowie flüssig. Trotz der Ausführlichkeit, wird es einem beim Lesen nicht langweilig. Des Weiteren ist die Figur von Lena wieder gut ausgearbeitet, so dass ich keinen Bezug zu ihr verliere. Hier gefällt sie mir sogar besser als im ersten Band, denn sie lässt nicht mehr alles mit sich machen. Wir lernen so zu sagen eine verbesserte Lena, eine Lena 2.0 kennen, die es geschafft hat aus der Flucht stärker hervor zu gehen.

Was ich auch gut an diesem Band fand, war die politischen Elemente. Hier erfuhr der Leser ein bisschen mehr über die Rebellen, die Invaliden. Zwar haben mir die Psalme aus dem Buch Psst.. etwas gefehlt, aber dafür hat mir Julian mit seiner Darstellung der Krankheit an eigen Stellen ein lächeln auf den Lippen gezaubert, denn es ist einfach absurd, dass Liebe eine Krankheit ist. Es hatte schon etwas an Ironie, als Julian fragte wie Lena sich denn angesteckt hat. Auch was die Gewalt in diesem Buch angeht, so ist hier in meinen Augen eine Zunahme zu bemerken. Das zeigt, dass nicht mehr alles nett und freundlich ist, sondern dass sich die Dinge ändern. Auch für Lena und den Menschen um sie herum.

Was mich jedoch besonders an Pandemonium gestört hat ist die Tatsache, dass Lena Alex so schnell ausgetauscht hat. Julian ist zwar ein interessanter Charakter und ich mochte ihn wirklich gerne. Vielleicht kommt es auch mir nur so vor, dass sie zu schnell mit einem anderen Jungen etwas angefangen hat, denn während es für mich nur ein paar Seiten waren sind für Lena ja schon 6 Monate vergangen. Trotzdem stört es mich immer, wenn eine Dreiecksbeziehung ins Rollen gebracht wird.

Abschliessend ist zu sagen, dass …

Insgesamt ist der zweite Band der Delirium Trilogie etwas spannender. Lena wird durch das Leben in der Wildnis robuster und ich finde das steht ihr ganz gut. Die Rebellion nimmt weiter ihren Lauf und gerade am Ende war ich doch etwas geschockt. Es hätten fast fünf Belles werden können, aber irgendwie habe mir die beiden tollen Nebencharaktere in Form von Alex und Hannah hier gefehlt. Dennoch ein guter zweiter Teil, der eine schöne Brücke zum letzten Band schlägt, von dem ich mir einiges verspreche.

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10 responses to “[Rezension] Pandemonium von Lauren Oliver (Delirium #2)

  1. Also ich hatte mit Pandemonium leider ein bisschen Probleme. Vor allem das Ende fand ich schrecklich vorhersehbar. Die Charaktere waren ganz okay und Lauren Olivers Schreibstil finde ich einfach phänomenal. Aber mir geht’s bei ihr oft zu sehr nach Schema – wie z.B. auch bei der Dreiecksbeziehung…

    1. Stimmt, das Ende hätte man sich wirklich denken können. Aber ansonsten bin ich mit dem Buch ganz gut klar gekommen. Bis auf die Tatsache mit dieser Dreieckssache. Die hätte sich Lauren auch sparen können. Ich bin ja nun auf den letzten Band gespannt, der hatte ja nicht so gut abgeschnitten.

      1. Ja, der soll ja auch so ein offenes Ende haben… Da bin ich nicht gerade ein großer Freund von, aber wenigstens haben wir dann wieder eine Reihe geschafft ;-).

        1. Was ein offenes Ende bei einem Abschlussband. Boha, wie ich so was hasse. Na da bin ich mal gespannt. Warts mal ab irgendwann kommt da ein Sequel mit anderen Charaktere oder so.

  2. Sonea

    Ich überlege noch, diese Reihe zu lesen, aber bin noch sehr unentschlossen…wäre toll, wenn du (falls die Zeit es zulässt) von Teil eins auch deine Meinung hier rein bringst, würde mich freuen

    LG Sonea

    1. Buh, ich weiß nicht ob ich die Zeit habe, aber den ersten Band kann ich jedenfalls sehr empfehlen. Diese Idee von Amore Delirium Nervosa war wirklich sehr gut und ich hatte sehr viel Freude am ersten Band. Er hat mir sogar besser gefallen als der erste. Als falls du unentschlossen bist. Lies es !!!

      1. Sonea

        Ich werde es mir auf jeden fall mal aus der Bücherei mitnehmen…Es gibt sooo viel Bücher, die ich lesen möchte, wenn ich die alle kaufen würde, wäre ich arm^^ 😛

  3. Sonea

    Haben sie, schon mal vor Ort gesehen, aber hab mich zur der Zeit noch nicht so an die Bücher ran getraut…Glücklicherweise sind sogar aller drei Teile vorhanden^^
    Die Jugendbuch-Abteilung unserer Stadtbibliothek ist ziemlich gut, auch wenn sie in mehreren Stadtteil-Büchereien aufgeteilt ist, kann man aber alles online in eine bestimmte Bücherei bestellen^^

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