[Rezension] Watcher – Ewige Jugend von Nadine d’Arachart und Sarah Wedler (Die Niemandsland-Trilogie #1)

[Rezension] Watcher – Ewige Jugend von Nadine d’Arachart und Sarah Wedler (Die Niemandsland-Trilogie #1)Watcher - Ewige Jugend
by Nadine d'Arachart & Sarah Wedler

Reihe: Die Niemandsland-Trilogie #1
Verlag: Impress
Erschienen am April 3rd 2014
Genres: Dystopie, Romance, YA-Book
Seiten: 314
Format: eBook
Quelle: Rezensionsexemplar
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England, wie es die Großväter unserer Großväter einmal kannten, gibt es nicht mehr. Übrig geblieben ist eine einzige Stadt, umgeben von hohen Mauern, die es von dem abtrennen, was da draußen ist. Dem Niemandsland. Sie beherbergt die Reichen, die Glück gehabt haben, die Armen, denen nichts mehr bleibt, und die ewig jung Bleibenden, wie Jolette und Cy. Sie gehören nicht zu den Glücklichen, nicht zu den Unglücklichen, und auch nicht zu den Todgeweihten aus dem Niemandsland. Sie sind die Watcher. Ihre alleinige Aufgabe ist es, das Einzige, das alle am Leben erhalten könnte, vor den Todgeweihten zu schützen und jegliche menschliche Emotion dabei abzuschalten. Sie führen ein perfektes Leben. Bis sich Jolette und Cy eines Tages begegnen...

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   Meine Gedanken zum Buch

Hach, dieses Cover. Vielleicht haben es einige ja schon mitbekommen, dass ich eine totale Coverkäuferin bin. Oder anders gesagt, dass mich Bücher immer erst auf Grund ihres Covers neugierig machen. Kenne ich die Autoren nicht, dann muss mir das Cover immer zusagen, bevor ich mir das Buch genauer anschaue oder auch nur den Klappentext durch lese und das Cover von Watcher – Ewige Jugend hat mich gleich in seinen Bann gezogen und als ich las, dass es sich dabei um eine Dystopie handelt war klar, dass Watcher – Ewige Jugend und ich ein Date haben.

Das Problem mit der Gefahr ist, dass sie unberechenbar ist. Darian Jed Leigh

So kam es auch, dass ich mich an einem Samstag gemütlich mit Watcher – Ewige Jugend Band 1 der Niemandsland Trilogie und Jolette auf der Flucht befand. Nach einer wirklich kurzen Einführung, wo wir Jolette und Patience kennen lernen erfahren wir zusammen mit Jolette, dass Patience Vater nicht nur Jolette als Watche für Patience angagiert hat, sondern noch einen zweiten Watcher namens Cy. Schnell stellt sich die Frage, warum Patience zwei Watcher benötig und warum werden die Angriffe der Cupids, eine der Mysteriösen Figuren in diesem Buch, bei ihren Angriffen immer organisierter? Schnell ist für Jolette klar, dass Patience London verlassen muss. So kommt es, dass Jolette Patience für viel Geld an einen Circus vermittelt, der zu der Zeit in London gastierte. Doch es ist schnell klar, dass die Cupids nicht lange ruhig bleiben und so beginnt eine Flucht quer durch Europa immer gepaart mit der Angst, das Patience den Cupids in die Hände fellt.

Ich muss sagen am meisten haben mich in diesem ersten Band wirklich die Ideen begeistern können. Dabei empfand ich die Darstellung der Watcher als äußerst geklungen. Man muss es selber gelesen haben um in ihre Welt einzutauchen, ich kann nur so viel verraten, das uns hier die neuen Bodyguards gegenüberstehen. Paris Hilton wäre neidisch, wenn sie ihren eigenen Watcher besitzen würde.

Bedingt durch die Länge von nur 314 Seiten bleibt die Geschichte immer spannend, da es einen stetigen Fortschritt in der Handlung gibt und nichts zum Stillstand kommt. Dadurch wurde ich als Leser angetrieben immer weiter zu lesen um zu erfahren was mit den Charakteren weiter geht. Was geschieht mit ihnen, schaffen sie es zu flüchten. Gepaart mit einen tollen Schreibstil, der sich sehr flüssig lesen lässt bleibt der Daumen auf dem eBook Reader nie lange still und man hat das Gefühl als wenn sich die Seiten von alleine umblättern.

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Jolette, die hier in der Geschichte eine Watcher verkörpert. Dabei stellt sie die Ereignisse mit ihren geschärften Sinnen dar und offenbart dem Leser dadurch aber auch immer wieder tiefe Einblicke in ihre Gefühlswelt. Diese ist im Verlauf der Geschichte ziemlich aufgewühlent. Diese menschliche Seite macht sie trotz ihrer übermenschlichen Kräfte ganz sympathisch – im Laufe der Handlung denkt nicht nur an ihren Job, sondern baut eine Beziehung zu Patience auf, während Cy im Vergleich dazu in Patience zunächst nur die verwöhnte Göre sieht.

Leider blieben mir die Charaktere ein bisschen zu blass. Das hat aber weniger damit zu tun, dass die Charaktere nicht gut beschrieben sind. Aber Jolette denkt wirklich am Anfang nur an den Job und würde alles über Patience geben, auch ihr eigenes Leben und dadurch bleibt sie sich ihren Gefühlen Cy gegenüber lange verschlossen und stößt ihn immer wieder zurück, außerdem haben mit zu Jolette ein paar Hintergrund Informationen gefehlt, die die Geschichte aber leider nicht liefern kann, denn nach der erfolgreichen Ausbildung zum Watcher werden diesen ein Chip implantiert und alle Erinnerungen von davor gelöscht, zu mindest dachte Jolette, dass es bei jedem Watcher so statt findet. Cy ist es, der mich hier als einziger wirklich Überzeugen konnte. Die Hintergründe für sein Verhalten erfahren wir als Leser ziemlich weit am Ende des ersten Buches und ist sein Verhalten von Anfang an logisch. Was den Autorinnen ebenfalls gut gelungen ist, ist die Einführung eines interessanten Charakters durch Skinner. Über seine Darstellung wurde ich wirklich überrascht und ich hoffe ihn in Band 2 auch wieder sehen zu können.

Der Weltenaufbau

Der Weltenaufbau war neben den etwas blassen Charakteren einer der kleinen Schönheitsfehler in diesem ersten Band. Während des Lesens haben mir einfach ein paar Informationen gefehlt. Dabei geben die Autorinnen auf den ca. 314 einem wirklich genug Informationen. Die Welt ist anschaulich und lebhaft beschrieben, man kann sich die Gesellschaft recht gut vorstellen, gerade erfahrene Leser werden sich schnell zurecht finden, weil sie genau wie andere Gesellschaften einer Dystopie ist und dich völlig anders. Beim Lesen selber wusste ich es aber noch nicht und aus diesem Grund blieben für mich doch ein paar Dinge unklar. Wo kommen die Cupids her? Was sind sie eigentlich und warum benötigen sie Menschen wie Patience? Alles das sind Dinge, die ich mir schon ein bisschen in Band eins erhofft hatte zu erfahren.

Abschliessend ist zu sagen, dass …

Bis auf die Tatsache, dass die Charaktere etwas blass und zu distanziert geblieben sind und für meinen Geschmack zu viel Fragen offen geblieben sind, konnte mich Watcher – Ewige Jugend besonders durch die neuen und unverbrauchten Ideen überzeugen. Nadine und Sarah schaffen es im ersten Band neue Figuren in die Dystopie einzubringen, die den ersten Band auch etwas an den Rand des Fantastischen trägt. Dachte ich, dass das Ende von Band 1 ganz entspannt von statten geht, so wurde ich im aller letzten Moment noch überrascht und nun warte ich gespannt auf eine neues Date mit den Watchern und freue mich nicht nur auf Grund des Wetters auf den Sommer, denn da erscheint der zweite Band rund um Jolette, Cy und Patience.

belle-4

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2 responses to “[Rezension] Watcher – Ewige Jugend von Nadine d’Arachart und Sarah Wedler (Die Niemandsland-Trilogie #1)

  1. Hey,

    habe das Buch ebenfalls schon gelesen und muss dir bei den Charakteren leider zustimmen. Über Jos Gedanken erfährt man neben ihren Sorgen um Patience einfach kaum etwas. Echt schade…Sonst gefällt mir das Buch nämlich eigentlich ganz gut.

    LG
    Anne

    1. Hallo Anne,
      ja leider war mir Jo stellenweise ein Rätsel. Vielleicht hätte man hier intensiver auf die Tatsache eingehen sollen, das Jo Patience von klein auf kennt und sie wie eine Mutter/Tante/Großeschwester für sie war.

      Grüßlies
      Vanessa

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