[Rezension] Arclight – Niemand überlebt die Dunkelheit von Josin L. McQuein (Arclight #1)

[Rezension] Arclight – Niemand überlebt die Dunkelheit von Josin L. McQuein (Arclight #1)Arclight - Niemand überlebt die Dunkelheit
by Josin L. McQuein

Reihe: Arclight #1
Verlag: Egmont INK
Erschienen am 352
Genres: Postapokalyptisch, Romance, SciFi, Young Adult
Seiten: April 3rd 2014
Format: Paperback
Quelle: Rezensionsexemplar
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Die Welt ist in völliger Dunkelheit versunken. Nur die „Arclight“, eine undurchdringliche Lichtkuppel, schützt die letzten Überlebenden vor dem Grauen der ewigen Nacht. Denn draußen lauern sie … die Seelenfresser. Wer ihnen in die Hände fällt, wird einer von ihnen oder stirbt. Allein Marina überlebte eine Begegnung mit den furchtbaren Wesen. Doch der Preis dafür war hoch: Von den zwölf Rettern, die auszogen, um sie zu suchen, kehrten nur drei zurück. Und die schwer verletzte Marina hat jede Erinnerung verloren. Seitdem spürt sie den Hass der Hinterbliebenen, ihre Abscheu, ihre Angst. Denn niemand entkommt der Dunkelheit, der nicht selbst ein Teil von ihr ist … Und die Seelenfresser suchen Marina, testen immer wieder die Grenzen des Lichtwalls und brechen schließlich durch!

RomanzeMystikDystopieSciFi


Meine Gedanken zum Buch 

Bevor ich mit der eigendlichen Rezension des Buches beginne möchte ich kurz darauf hinweisen, dass es sich bei den Wesen hier nicht um Seelenfresser handelt. Dieser Begriff ist völlig falsch gewählt und hinterlässt einen falschen Eindruck. Im Buch heißen sie Blasse und genau das sind sie auch. Im Original übrigens als Fade bezeichnet. Was sich genau hinter diesen Blassen verbirgt werde ich hier nicht direkt ansprechen, denn genau das macht den Reiz des Buches aus. Dieses Geheimnis muss jeder Leser selber für sich ergründen.

Arclight gehört sicherlich zu eines der Büchern, was etwas Zeit benötig um in Fahrt zu kommen. Es hat sage und scheibe fast 150 Seiten gebraucht, bis ich einen doch recht guten Überblick hatte. Anfänglich war ich ziemlich verwirrt und habe mich dabei genauso gefühlt wie Marina am Anfang ihrer Zeit im Arclight, denn Marina ist eine neusten Bewohner der Arclight. Am Anfang wissen wir genauso wenig wie Marina woher sie kommt, denn anders als alle anderen Bewohner der Arclight wurde sie im Grau gefunden. Sie ist die Einzige, die die Finsternis überlebt hat. Mit in Fahrt kommen meine ich hier nicht unbedingt, dass es langweilig war, oder daher plätscherte, denn Arclight startet gleich mit einem Angriff der Blassen, der mir von seiner Beschreibung her sehr gut gefallen hat, nein mit in Fahrt kommen meine ich hier, dass es einen Moment gedauert hat, bis ich alles zusammenfassen konnte.

Besonders am Anfang blieb mir Marina ein Rätsel und das obwohl die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt wird. Doch genauso wie Marina einiges nicht ganz klar war, hatte auch ich meine Probleme mit ihrem Leben. Eigentlich ist es ganz logisch, dass es mir genauso wie meiner Protagonistin ergehen muss, wenn alles aus ihrer Sicht erzählt wird, denn wie soll ich bitte schön mehr wissen als sie? Leider hat das am Anfang aber nicht so sehr funktioniert.

Als ich dann aber mir Marina immer mehr Licht ins Dunkle bringen konnte und immer mehr Geheimnisse gelöst wurden, konnte ich nicht genug von der Handlung bekommen und wurde immer wieder überrascht. Die Blassen waren einfach einmal etwas Anderes, auch wenn sie mehr in den Bereich Science Fiction gehen. Ihre Darstellung hat mir seid langem wieder einmal sehr gut gefallen und war toll erklärt. Wie gesagt werde ich euch hier nicht direkt erklären wer oder was die Blassen sind, aber ich musste beim Lesen nicht nur einmal an eine Star Trek Next Generation denken. Es gibt dort eine Folge, wo Wesley Crusher genau zwei dieser Wesen entwischen aus dem die Blassen bestehen. Kennt jemand diese Folge? Allgemein gab es für aufmerksame Leser ein paar Anlehnungen an Star Trek, die ich als witzig empfand und ich persönlich habe mich dadurch wohl gefühlt.

Er atmet ein. Mein Kopf hebt sich mit seiner Brust. Ich atme aus. Sein Arm, der um meine Hüfte liegt, senkt sich. Das ist mehr als nur Nähe; es ist eine Verbindung.Seite 195

Was die Charaktere betrifft, hatte ich so meine Schwierigkeiten. Marina konnte ich ja nur so kennen lernen wie sie sich selber gesehen hat. Und da sie selber zu ihrer Person eher distanziert war, erging es mit nicht anders. Zum Glück wurde auch das am Ende besser, auch wenn ich manche Gefühle von ihr nicht immer nachvollziehen konnte. Marina war jedenfalls so eine Hauptprotagonistin, die mir weder sympathisch noch unsympathisch war. Unser Verhältnis beruhte was Sympathien angeht jedenfalls auf Gleichgültigkeit. Dies bezieht sich leider auch auf die anderen Personen wie Tobin, mit dem Marina am Ende eine leichte romantische Beziehung verbindet, und Anne-Marie, Marinas einzige wirkliche Freundin in der Arclight.

Mit dem Schreibstil selber hatte ich am Anfang auch so meine Probleme. Da ich das aber mittlerweile von einigen Büchern kenne, gewöhne ich mich ziemlich schnell an einen etwas stockenden oder verwirrenden Schreibstil. Vielleicht war die Ich-Perspektive hier auch nciht ganz so passend gewählt.

Auch wenn ich viele kleine Schwachstellen finden konnte war Arclight endlich einmal etwas ganz anderes für mich und dadurch überraschend gut. Ich würde jedenfalls jedem raten nicht gleich aufzugeben, sollte es am Anfang nicht ganz so gut mit dem eigenen Geschmack harmonieren. Es wird besser, spannender und aufregender. In meinen Augen hat sich das Durchhalten gelohnt, denn ich habe an einem Abend wirklich die letzten 150 Seiten in einem Stück gelesen, besser kann eine Ende nicht sein.

Ganz nebenbei ist noch anzumerken, dass das Buch zwar ein sehr schönes Cover hat und ich wieder einmal davon begeistert war, aber leider ist es nur eine Klappenbroschur, was ich sehr schade fand, denn gerade die Harcover vom INK Verlag waren ein Eye-Catcher im Regal. Im neuen Programm hat sich das leider geändert.

Der Weltenaufbau

Die Welt in der Marina, Tobin und die anderen Bewohner der Arclight leben war endlich einmal etwas anderes. Josin L. McQuein hat sich wirklich einen recht neuen Weltenaufbau ausgedacht und schafft es auch diesen dem Leser recht anschaulich zu beschreiben. Sicherlich hätte man an der einen oder anderen Stelle ein bisschen ausführlicher werden, aber es hat auch so schon gereicht zu merken, dass ich in einer Welt wie dieser nicht leben möchte. Neu und beängstigend kommt die Welt daher und das hat mir außerordentlich gut gefallen.

Abschliessend ist zu sagen, dass …

Nach einem recht verwirrenden und etwas schwerfälligen Einstieg weiß die Handlung von Arclight zu begeistern. Arclight ist sicherlich nicht für jeden Leser geeignet, aber wer auf düstere Zukunftsvisionen und einen auch SciFi steht, der ist hier genau richtig. Gerade ab der Mitte des Buches ist Arclight ein richtiger Pageturner und lässt den Leser erst mir dem Lesen des letzten Satzes los. Auch wenn die Handlung des ersten Bandes in meinen Augen recht gut abgeschlossen ist, bin ich gespannt was Marina und die anderen im zweiten Band erleben werden. Birgt die Arclight noch mehr Geheimnisse? Band 2 erscheint im Original jeden Falls im Mai 2014.

belle-4

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4 responses to “[Rezension] Arclight – Niemand überlebt die Dunkelheit von Josin L. McQuein (Arclight #1)

  1. Kay

    Hallo Vanessa,

    musste gleich schauen kommen 🙂

    Ja, dieser Einstieg…Aber spannend wurde es ja dann doch noch. Und die Blassen waren wirklich gut dargestellt!

    Du hast die Geschichte wirklich anschaulich beschrieben. Ich fühlte mich beim Lesen der Rezension gleich wieder ins Buch zurückversetzt 🙂

    LG

    Kay

    1. Danke dir, genauso geht es mit ja auch mit euren Rezensionen 🙂 Entweder ich muss die Bücher dann auch gleich lesen oder sie landen auf dem Wunschzettel 😉 Klar ist, ich lese Band 2 wenn er erscheint, denn ich bin neugierig, was und die Autorin jetzt präsentiert.

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