[Rezension] Feuer & Glas – Der Pakt von Brigitte Riebe (Feuer & Glas #1)

[Rezension] Feuer & Glas – Der Pakt von Brigitte Riebe (Feuer & Glas #1)Feuer & Glas - Der Pakt
by Brigitte Riebe

Reihe: Feuer & Glas #1
Verlag: Heyne fliegt
Erschienen am May 21st 2012
Genres: Fantasy, Romance, YA-Book
Seiten: 384
Format: Hardcover
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Venedig im Jahr 1509: Ein machtvolles Glasartefakt und die letzte Erinnerung an einen verschwundenen Vater … Eine uralte Fehde zweier verfeindeter Völker … Und ein Mädchen, das nicht ahnt, dass es den Schlüssel zur Rettung Venedigs in seinen Händen hält …
Für die sechzehnjährige Milla scheint die Zeit stehen zu bleiben, als sie an einem heißen Frühlingstag dem jungen Gondoliere Luca begegnet. Wie ein Aristokrat aus einer anderen Zeit gleitet er, gemeinsam mit einer Katze, auf einer blauen Gondel durch einen stillen Kanal. Milla ist verzaubert und kann den jungen Mann nicht vergessen. Als kurze Zeit später dieselbe geheimnisvolle Katze im kleinen Lokal ihrer Mutter und Tante auftaucht, folgt sie ihr durch die Gassen Venedigs. Sie gelangen zu einem reichen Stadthaus – und Milla sieht Luca wieder. Er ist jedoch nicht allein, und plötzlich wird Milla in den Strudel dunkler Vorkommnisse um das Ende der mächtigen Lagunenstadt gezogen. Stammt sie wirklich von den Feuerleuten ab, die seit jeher gemeinsam mit den Wasserleuten Venedig beschützen? Was empfindet Luca, einer der Wasserleute, wirklich für sie? Und hat all das mit dem Verschwinden ihres Vaters zu tun? Zwischen Liebe und Zweifel hin- und hergerissen, kann Milla niemandem vertrauen – außer einer Katze und ihrem Gespür für die Wahrheit. 

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 Warum habe ich dieses Buch gekauft?

Oh man, warum habe ich diesen Buch gekauft. Da muss ich wirklich eine Weile nachdenken, denn es ist mittlerweile wirklich 2 Jahre her, das Feuer & Glas – Der Pakt bei mir eingezogen ist.  Ich denke damals waren zwei Gründe für mich wichtig. Zum einen, dass es eine deutsche Autorin ist und zum anderen, dass mich der Klappentext soweit begeistern konnte, dass ich es mit gekauft habe. Leider ist es danach in Vergessenheit geraten und ich hatte immer das Gefühl es ist nicht der richtige Zeitpunkt um es zu lesen. 

Meine Gedanken zum Buch

Nachdem allerdings vor knapp einer Woche der zweite Band bei mir ins Haus eingetrudelt ist in Form eines Rezensionsexemplares welches ich angefragt hatte, musste ich natürlich erst einmal den ersten Band lesen. Zumal ich es im Moment lieber habe, wenn ich die Bücher hintereinander weg lesen kann. Aus diesem Grund machte ich es mit nach einer tollen Lesewoche und einem sehr guten Lesegefühl gemütlich und lies mich gleich auf den ersten Seiten nach Venedig zaubern.

Ihr Rot und sein Blau schienen aufeinander zuzufließen, bis sie sich schließlich über ihren Köpfen berührten. Für einen Augenblick flammte eine violette Spitze auf, von der leuchtende Strahlen ausgingen, heller als das Sonnenlicht Seite 368

Während die ersten Seiten noch recht spannend und einen gewissen Anflug von Aktion aufzeigten, war die Spannung auch wieder schnell verloren und der Zauber von Venedig lies etwas nach. Wenn ich das ganze Buch ins sich betrachte, so verläuft der Spannungsbogen in dieser Geschichte auch recht wellenförmig. Spannende Momente und langatmige Momente wechseln sich hier immer wieder ab, so dass ich an einigen Stellen nie lange auf der Seite verblieben bin.

Meine größte Schwierigkeit hatte ich neben der Protagonistin, worauf ich noch ein bisschen genauer eingehen werde, mit dem Schreibstil. Sicherlich wissen wir alle, dass die Menschen in der damaligen Zeit nicht so gesprochen haben wie wir. Ihre Ausdrucksweise war anders, heute würde man sagen sie hatten einen anderen Jargon als wir. Sicherlich sollte es autentischer wirken, wenn der Schreibstil dem Jahrhundert angepasst ist, aber für mich war es verstören, verwirrend und manchmal sogar nervtötend. Ich bin der Ansicht, dass man  gerade so ein stilistisches Mittel in einem Jugendbuch ruhig vernachlässigen kann und auch sollte. Für mich war der Lesefluss an einigen Stellen daher sehr gestört.

Ein weiteres kleines Manko war die Protagonistin selber. Mit Milla konnte ich nur zu Teilen etwas anfangen. Bedingt durch die hochtrabende Sprache, aber auch durch ihr Verhalten selber empfand ich sie als zu zickig, oder auch einfach nur frech. Ich weiß nicht ob es nur mir so ergangen ist, aber ich hätte ihr schon längst eine Ohrfeige verpasst, gerade in der damaligen Zeit. Ich selber empfinde es nicht als gerade mutig, wenn man so ein vorlautes Mundwerk hat wie Milla.

Bis auf Lucas, der mich doch ein bisschen in seinen Bann zeihen konnte, haben mich keine anderen Protagonisten überzeugen können. Es waren einfach zu viele, die den gleich Stellenwert in der Erzählung hatten, so dass zu wenige davon in meinem Gedächtnis hängen geblieben sind. Alleine beim schreiben der Rezension kann ich mich nur noch an fünf Personen erinnern, was recht wenig ist. Von den Wassleuten habe ich außer Lucas und Alisar niemanden mehr in Erinnerung und das zeugt nicht gerade von einer guten Protagonisten Darstellung.

So, und bevor ich jetzt noch mehr Kritikpunkte hier aufführe lasse ich es auch lieber sein. Sonst könnte man denken mir hat das Buch gar nicht gefallen, dem ist aber nicht so. Ich merke nur, wenn ich länger darüber nachdenke, dass es doch einiges zu bemängeln gab. Ich möchte euch aber mein Gefühl vermitteln, dass ich nach dem Lesen hatte und das war eindeutig eine 3,5 Belle Gefühl. Auch wenn mich der Schreibstil und die Protagonisten nicht in ihren Bann ziehen konnten, so hat mir doch das Setting sehr gut gefallen und auch Grundidee. Diese hätte sicherlich noch ein bisschen mehr ausgearbeitet werden können, denn woher die Feuer- und Wassermenschen kommen und wie sie ihre Gabe beziehen konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. Vielleicht erfahre ich darüber etwas mehr im zweiten Band.

Ein kleiner Hinweis noch nebenbei ist die Aufmachung des Buches, die mir wirklich sehr gut gefallen hat. Neben einem Glossar am Ende des Buches enthielt die erste und die letzte Seite eine Landkarte in Farbe, was nicht immer selbstverständlich ist. Neben den menschlichen Protagonisten existiert hier übrigens auch eine kleine Katze .. Puntino. Wer Puntino einmal live sehen möchte kann dies auf der Facebookseite von Feuer & Glas gerne tun.

Der Weltenaufbau

Der Weltenaufbau ist Brigitte Riebe in Feuer & Glas – Der Pakt ganz gut gelungen. Das mag daran liegen, dass sie, was historische Stätte und Zustände in historischen Zeiten angeht, eine sehr erfahrene Autorin ist, wenn auch mehr in Büchern für Erwachsene Frauen. (Ich gehe davon aus, das Männer den Büchern von Frau Riebe weniger zu getan sind). Aus diesem Grund konnte ich mir Venedig hier auch recht gut vorstellen. Vielleicht bin ich bei einer Gondelfahrt nicht selber nass geworden und zum Glück musste ich auch nie Angst haben aus einer solchen Gondel zu fallen und dennoch bin ich auf einigen Seiten zusammen mit Milla durch die schmalen Gassen Venedigs gelaufen.

Abschliessend ist zu sagen, dass …

 Es hat wirklich eine Weile gedauert, bis ich mich in Venedig eingelebt habe und durch die etwas zu angepasste Sprache wurde ich auch leider immer wieder hinaus katapultiert. Bei einigen Sätzen musste ich mich wirklich schütteln. Dennoch konnte mich das Buch auf Grund der Ideen ganz gut in seinen Bann ziehen. Auch wie Brigitte Riebe ihr Venedig darstellt und der besonders der Teil mit den Gondeln bereiten einem viel Freude beim Lesen. Wäre ich etwas kritischer an das Buch heran gegangen wären es sicherlich noch einmal eine halbe Belle weniger geworden, so denke ich aber an die positiven Dinge im Buch und rechne Brigitte Riebe die Idee mit den Feuer- und Wassermenschen sehr hoch an und bin gespannt was mich denn im zweiten Band erwarten wird. Mit Liebe, historischen Elementen und einer kleinen Schatzsuche nimmt uns Brigitte Riese in Feuer & Glas – Der Pakt jedenfalls für einige Momente in die Welt von Milla und Lucas.

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6 responses to “[Rezension] Feuer & Glas – Der Pakt von Brigitte Riebe (Feuer & Glas #1)

  1. echt echt ECHT? Das Buch hat sogar vier Sterne bekommen… also mir hat es leider ganz u gar nicht gefallen. Es war zum Einschlafen langweilig und die Hauptprota ging mir auch am Keks, – die ist doch ständig nur von einem Platz in Venedig zum nächsten gelaufen u wieder zurück und wieder dorthin. Schlimm war das, leider gar nicht meines. Aber so sind die Geschmäcker verschhieden ^^
    LG Tina

    1. Naja, es sind ja mehr 3,5 und wie gesagt, je mehr ich darüber nachdenke, um so schlimmer wird es. Daher habe ich einige Dinge auch in der Rezension weggelassen. Es wäre endlos geworden. Mal sehen wie der zweite Band ist. Ich hoffe hier ein paar mehr Antworten zu bekommen.
      LG Vanny

        1. Ja, muss ich mir mal angewöhnen. Ist eine Sache, die ich nicht bedacht hatte, als ich mein Bewertungssystem hab machen lassen. Vielleicht bekommt ich das mit dem Halb aber auch selber hin mit Photoshop. Mal am Wochenende ran setzen 🙂

  2. Elwen

    Schöne Rezi (wie immer :))
    Macht mich irgendwie jetzt doch neugierig auf das Buch. Denn gerade dein Kritikpunkt altmodische Sprache mag ich eigentlich immer gern, wenns zur Epoche passt. Find es schrecklich, wenn Protagonisten der Vergangenheit so sprechen als säßen sie im Starbucks nebenan 😀

    1. Okay das ist auch ein gutes Argument für die altmodische Sprache und ich meine auch nicht diese Art von Slang .. Ay alter las mal ´ne Latte rüberwachsen 😉 Sondern normale und gepflegte Dialoge. Vielleicht liest du das Buch ja demnächst und dann können wir noch einmal über die Schreibweise fachsimpeln 🙂
      LG
      Vanny

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