[Rezension] Feuer & Glas – Die Verschwörung von Brigitte Riebe (Feuer & Glas #2)

[Rezension] Feuer & Glas – Die Verschwörung von Brigitte Riebe (Feuer & Glas #2)Feuer & Glas - Die Verschwörung
by Brigitte Riebe

Reihe: Feuer & Glas #2
Verlag: Heyne fliegt
Erschienen am April 21st 2014
Genres: Fantasy, Romance, Young Adult
Seiten: 400
Format: Hardcover
Quelle: Rezensionsexemplar
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In der uralten Lagunenstadt Venedig sind sie sich das erste Mal begegnet: die sechzehnjährige Milla, die von den Feuerleuten abstammt, und Luca aus dem Geschlecht der Wasserleute. Ihre Liebe zueinander ist seitdem nicht erloschen.

Als Milla nach Konstantinopel aufbricht, um ihren Vater Leandro zu suchen, begleitet Luca sie. Über Leandros Leben und Verschwinden liegt ein dunkles Geheimnis, das Milla nun endlich ergründen will. Die so lange herbeigesehnte Begegnung mit ihrem Vater verläuft jedoch anders als erwartet: Leandro scheint sich an nichts aus seiner Vergangenheit zu erinnern, auch nicht an Milla. Während das Feuermädchen verzweifelt herauszufinden versucht, was ihrem Vater das Gedächtnis geraubt hat, wird die Stadt von einem gewaltigen Erdbeben erschüttert. Fast zu spät wird Milla und Luca klar, dass nur der Bund aus Feuer und Wasser die Stadt am Bosporus retten kann. Ausgerechnet in der Stunde der höchsten Not wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt, denn der gut aussehende Baumeister des Sultans scheint alles daranzusetzen, Millas Herz zu gewinnen ...

RomanzeDreiecksbeziehungMagieThriller / Spannung


  Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Nach dem für mich doch recht enttäuschenden ersten Band, den ich immerhin noch mit 3,5 Belle bewertet habe, erhoffte ich mir im zweiten und bereits abschließenden Band der Feuer & Glas Dilogie etwas mehr Spannung.

Meine Gedanken zum Buch

Leider hat auch hier genau diese Spannung, die ich im ersten Band vermisste habe, und im zweiten Band erhofft hatte, da Konstantinopel als Stadt sehr viel versprechend klang, kam einfach nicht auf. Versteht mich bitte nicht falsch, es ist mir bereits im ersten Band klar gewesen, dass es sich hier nicht um einen Krimi oder Thriller mit historischem Hintergrund handelt, sondern um ein Fantasy/ Romance Jugendbuch, dass im 16. Jahrhundert angesiedelt ist, aber ein bisschen mehr Spannung in Form von Aktion darf ich mir als Leserin schon wünschen.

Spannung muss ja nicht immer gleich bedeuten, das die Aktion in Form eines Kampfes eintrifft. Spannung erzeugen auch Rätsel, die etwas anhalten, oder mich auf dem Laufenden halten, die an meinen Nerven ziehen oder weiß der Himmel. Aber spannend ist es auf keinen Fall, wenn Probleme auftauchen und dann sofort im Anschluss ganz leicht gelöst werden. Das mag ja für die Gesundheit meiner Protagonisten sehr schön sein, weil sie sich nicht lange aufregen oder ängstigen müssen, sorgte aber bei mir für lange Weile.

Neben der fehlenden Spannung hat sich leider auch nicht mein Problem mit den vielen Figuren gebessert. Es waren mir auch in diesem Band leider immer noch zu viele Personen in die Geschichte vorhanden, so dass ich keinen Überblick hatte wer wer ist und auch keinen so richtig liebgewinnen konnte, aber genau das macht für mich ein gutes Buch nun einmal aus. Vielleicht hatte das auch ein bisschen mit mir zu tun, denn wenn mich ein Buch nicht sonderlich packen kann, merke ich mir auch Namen schlechter.

»Du gehörst zu den Wasserleuten. Ein Licht umfließt dich, türkisblau wie die Wellen des Meers an einem heißen Sommertag. Ich dagegen bin die Tochter des Feuerkopfs. Mein Licht ist rot und leuchtend. …«Seite 56

Was die Romanze zwischen Milla und Luca betrifft, bin ich sehr froh gewesen, dass diese hier nicht die Hauptintension des Buches ist. Sie ist schön und ruhig, sogar fast liebevoll in die Handlung eingebaut, hat mich aber leider auch nicht davon bewaren können, dass ich wieder ein bisschen genervt war von einer aufkeimenden Dreiecksgeschichte. War im ersten Band noch Marco der Nebenbuhler von Luca, so nimmt dieses Mal der Baumeister des Sultans diesen Platz ein. Das dies auch das Ende des Klappentextes dem Leser so vermittelt ist schon sehr abschreckend und sollte den Autoren auch mal eine Lehre sein, das gerade viel Leserinnen und Leser diese Dreieckskiste nicht mehr lesen möchte. Und doch sind viele bisher darin unverbesserlich. Brigitte Riebe macht hier leider keine Ausnahme.

Wie ihr sehr bin ich nicht glücklich gewesen mit diesem Buch, dabei hatte es so viel Potenzial und die Gaben von Milla und Lucas, sowie ihre Gegensätze waren wirklich toll und haben mich auch dazu bewogen das Buch noch zu beenden. Auch wenn ich wieder große Probleme mit dem Schreibstil hatte, las sich das Buch dann im Endeffekt sehr schnell zu Ende. Ich komme in dieser Geschichte mit den einfach strukturierten Sätzen und der doch etwas veralteten Sprache einfach nicht zurecht. Es mag vielleicht in den Augen von manchen authentischer wirken, aber mich hat es einfach nur genervt.

Abschliessend ist zu sagen, dass …

Vom Abschluss der Feuer & Glas Dilogie hatte ich mir deutlich mehr erwartet. Bedingt dadurch, dass die Geschichte dieses Mal in Konstantinopel spielt habe ich mich wirklich sehr auf diesen Band gefreut, denn mit Venedig konnte ich nicht so viel anfangen auch wenn einige Passagen und Beschreibungen sehr schön waren. Leider verblassten die Figuren zu schnell nach dem Lesen aus meinem Kopf. Wie auch sein Vorgänger Feuer & Glas – Der Pakt bietet Die Verschwörung eine Menge an guten Ideen und die Grundidee gefällt mir immer noch sehr gut, doch leider haperte es an der Umsetzung. Für Fans des ersten Bandes sicherlich ein Muss, aber für alle anderen, die mit dem ersten Band nicht zurecht gekommen sind habe ich leider den Hinweis, dass es hier nicht besser wird. Im Gegenteil ich konnte über einige Dinge hier nicht einfach hinweg sehen. Aus diesem Grund kann ich für ein gute Idee mit schwacher Umsetzung auch leider nur 2 Belles vergeben.

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