[Rezension] Skylark – Der eiserne Wald von Meagan Spooner (Skylark #1)

[Rezension] Skylark – Der eiserne Wald von Meagan Spooner (Skylark #1)Skylark - Der eiserne Wald
by Meagan Spooner

Reihe: Skylark #1
Verlag: Heyne fliegt
Erschienen am June 23rd 2014
Genres: Dystopie, Fantasy, Postapokalyptisch, Young Adult
Seiten: 448
Format: Paperback
Goodreads

Lark lebt in einer Welt, die nur durch eine Mauer vom sagenumwobenen Eisernen Wald getrennt ist. Innerhalb der Mauern haben die Menschen eine hoch entwickelte Zivilisation aufgebaut, zu der jeder seinen Teil beiträgt. Lark, die über magische Fähigkeiten verfügt, kann es kaum erwarten, ihren Platz in der Gesellschaft einzunehmen, sobald sie sechzehn ist. Als sie allerdings entdeckt, was genau sie nach ihrem Geburtstag erwartet, fasst sie einen unglaublichen Entschluss: Sie flieht in die Wildnis jenseits der Mauer, in deren Dunkel Gefahren lauern, von denen sich die Menschen nur hinter vorgehaltener Hand erzählen. Doch Lark ist nicht allein. Andere haben vor ihr bereits den Schritt gewagt. Jeden Tag riskieren sie aufs Neue ihr Leben für ihren großen Traum: Freiheit.

RomanzeMagieThriller / SpannungDystopie


  Warum wollte ich dieses Much lesen?

Skylark hatte es bereits im letzten Jahr auf meine Goodreads To-Read Liste geschafft. Nachdem Meagan Spooner mit Amie Kaufmann einen solchen Erfolg hatten war ich einfach gespannt was aus der Feder von Meagan Spooner kommen wird. Aus diesem Grund war ich auch sehr glücklich, als Skylark im Heyne Verlag erschien. Die Mischung aus Dystopie und Fantasy klang sehr interessant.

Meine Gedanken zum Buch

»Wer einmal mit dem Auftaktband der „Skylark“-Trilogie beginnt, wird das Buch nicht mehr aus der Hand legen können.« LoveLetter Magazin (01.07.2014)

Nun, dem kann ich in meinen Fall nicht zustimmen, und meistens finde ich solche Aussagen platt und nicht sehr ansprechend. Ich persönlich schraube bei solchen Sätzen meine Erwartungen immer etwas zurück, denn sie bewirken bei mir das selbe ungute Gefühl wie der Vergleich  »Für alle Fans von …. «. Und dennoch war ich von den ersten Seiten enttäuscht. Meagan Spooner hat mich in Skylark sofort ins kalte Wasser geworfen und überhäuft mich mit Tatsachen, die ich erst einmal nicht zu zu ordnen weiß.

Es fängt damit an, dass ich gleich auf den ersten Seiten zusammen mit Lark in den Tunneln unter der Stadt umher schweife. Immer wieder spricht Lark von der Ernte, für die Kinder meistens ab dem 11 Lebensjahr geholt werden. Aber was ist die Ernte, warum hat Lark so eine Angst davor und warum war ihre Ernte noch nicht? All dies sind Fragen, die mich gleich am Anfang etwas überfordern. Und dazu kommen noch einige andere, die mir erst im Laufe der Handlung erklärt werden. Normaler Weise mag ich es, wenn ein Buch gleich von Anfang an beginnt, und ich nicht erst eine 100 Seiten Einführung erhalte, aber wenn ich so ins kalte Wasser geworfen werde und mit Begriffen konfrontiert werde, die mich verwirren, dann bekomme ich doch Probleme und verliere meine Lust an der Geschichte.

Aus diesem Grund bin ich wieder bei dem Zitat vom LoveLetter, denn nach den ersten 150 MUSSTE ich Skylark erst einmal aus den Händen legen und habe ganz 2 Bücher gelesen, bevor ich mich wieder aufraffen konnte. Die Handlung selber wurde mit der Zeit wirklich besser. Ich konnte mit den Begriffen mehr anfangen und nachdem ich durch Lark auch immer mehr Informationen erhalten habe hat mit die Idee von Meagan Spooner auch sehr gut gefallen, so dass ich der an der Idee nicht viel zu meckern habe. Was mich aber gestört hat war die Ausführung. Nachdem Lark ihre Welt verlassen hat, was eine typische Handlung in diesem Bereich der Dystopien ist, wurde es wieder etwas zäher. Von anderen Lesern weiß ich, dass sie diesen Teil in der Wildnis spannen fanden, mich hat es eher gelangweilt.

Was mich am meisten an Skylark – Der eiserne Wald gestört hat war Lark selber. Ich konnte mit ihr als Protagonistin nichts anfangen und da sie die Hauptperson war, dies für meinen Geschmack für die Handlung tödlich. Ich kann sehr gut damit umgehen, wenn ich eine Person nicht sympathisch finde, aber die Handlung sehr gut ist, oder umgekehrt, wenn mich aber die Handlung langweilt und Lark noch mehr, dann ist das nie gut. Ich weiß nicht wie ich Lark beschreiben soll, sie ist nicht wirklich naiv, wie vielleicht viele andere Protagonistinnen in Dystopien wie Lena am Anfang in Delirium, sondern sie ist unwissend und sehr weinerlich auf Grund ihrer Erziehung durch die Regierung. Am Anfang hat mich Lark Verhalten wütend gemacht, doch am Ende des Buches musste ich einsehen, dass sie dafür nichts konnte, denn sie war das Produkt der Regierung.

Erst das Ende, nachdem Lark den Eisernen Wald erreicht machte die Handlung für meinen Teil spannender und ich bin trotz der vielen Schwächen schon sehr gespannt wie es weiter gehen wird, denn auch wenn ich Lark nicht ausstehen kann, so hat sie durch die Ereignisse am Ende etwas an Stärke und Selbstvertrauen gewonnen und es müssen noch viele Fragen geklärt werden, denn vieles steckt noch in den Kinderschuhen und ich bin gespannt was Lark noch alles erwartet.

Der Schreibstil von Meagan Spooner konnte mich in Skylark jetzt nicht gerade vom Hocker hauhen, dennoch war er zum Teil ansprechend und ich konnte ihn schnell und einfach lesen, so dass ich trotz der Längen ganz gut voran gekommen bin und mich nicht auch damit herum ärgern musste, denn sonst hätte es noch einmal einen Punktabzug gegeben und dann sähe das Ganze für Skylark nicht mehr ganz so gut aus.

Der Weltenaufbau

Die Welt in der Lark lebt erscheint dem geschulten Leser, oder aber auch Liebhaber von Dystopien und postapokalyptischen Büchern nicht neu. Lark lebt in einer Welt, die durch eine Barriere von der herunter gekommenden Welt geschützt wird. Diese Idee ist an sich nicht neu, doch die Umsetzung dieses Schutzes ist an dieser Geschichte das Interessante. Ich werde es euch an dieser Stelle nun nicht verraten, dass müsst ihr selber heraus finden. Auch die Tatsache, dass in der Wildnis hinter den Mauer mutierte Menschen leben kennen wir alle nur zu gut und sollte an sich nichts neues sein, doch Meagan Spooner schafft es diese Tatsachen durch kleine Änderungen sehr gut in ihre Geschichte zu integrieren. 

Abschliessend ist zu sagen, dass …

Mit Skylark hat mir Megan Spooner eine interessante, jedoch nicht sehr gut ausgearbeitet Handlung präsentiert. Der erste Band hat in meinen Augen einfach noch zu viele Schwächen, was mich in meinem Fall besonders an der schwachen Protagonistin lag, aber auch der Tatsache, dass ich als Leser vieles erst später erfahren habe, als es für das Verständnis gut gewesen wäre. Der Grundriss der Geschichte ist nicht neu, vieles wird einem bekannt vorkommen und doch findet man immer wieder kleine Ansätze, die mit sehr gut gefallen haben und die ich auch gerne weiter verfolgen möchte, denn der Leser wird einfach mit zu vielen Fragen am Ende des ersten Bandes zurück gelassen. Ich persönlich habe das Gefühl, als wenn sich die Größe der Handlung erst im zweiten Band zeigen wird. Wollen wir hoffen, dass der zweite Band im nächsten Jahr erscheinen wird.

  belle-4

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6 responses to “[Rezension] Skylark – Der eiserne Wald von Meagan Spooner (Skylark #1)

  1. Huhu,

    bin ich ja froh, dass ich nicht die Einzige bin, die so ihre Probleme mit Lark und dem Einstieg hatte. Tolle ausführliche Rezi übrigens! Auch wenn ich gedacht habe, dass du weniger Punkte gibst 😉 So war das bei mir aber auch, das Ende hat vieles wieder wett gemacht und ich würde auch gern weiter lesen. Auch wegen Nix.
    Ich fand schade, dass man so mit allem konfrontiert wurde, ohne wirkliche Erklärungen zu bekommen, wobei ich meine Schwierigkeiten eher mit der Ressource hatte. Die Idee mit der Magie war wieder gut umgesetzt, nur Lark hat irgendwie nicht so hinein gepasst.

    Bin gespannt, was du zum nächsten Band sagen wirst!

    Liebe Grüße
    Maria

    1. Hallo Maria,

      ja mit der Punktzahl war ich mir wirklich sehr unsicher, nach dem Lesen hatte ich aber sogar noch knapp vier Punkte vergeben, weil ich mir so unsicher war, aber beim schreiben der Rezension ist mir dann doch einiges noch einmal klar geworden und vier konnten es dann doch nicht sein. Wenn ich noch etwas kritischer gewesen wäre, dann wären es auch nur drei gewesen, aber das dann wieder mit anderen Büchern zu rechtfertigen ist nicht so leicht.
      Ich bin auch gespannt wie der nächste Band werden wird. Danke dir für deinen Kommentar und ich schau mir mal gleich deine Rezi zu dem Buch an. Habe sie schon entdeckt 😉

      Grüßlies
      Vanessa

  2. Sehr schöne Rezi!
    Und ja es hätte den Einstieg erleichtert, wenn man bestimmte Info’s einfach eher gewusst hätte, das raten darum was die Ressource ist hat mich fast fertig gemacht.
    Auch zwischendurch gab es viele Ecken und kanten im Buch die es schwierig gemacht haben.

    LG Piglet ♥

    1. Liebe Piglet, so sehe ich das auch, und es freut mich, dass dir die Rezi gefällt. Du weißt ja aus Erfahrung, dass es nicht immer einfach ist eine Rezi zu schreiben. Ich bin gespannt ob mir der zweite Band besser gefallen wird, oder der Einstieg leichter wird.

      1. Ich denke der Einsteig wird leichter, denn wir wissen ja endlich was die Ressource ist und wie die Welt funktioniert :)! Mal schauen und einfach überraschen lassen!

        LG Piglet ♥

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