[Rezension] Shadowlands von Kate Brian (Shadowlands #1)

[Rezension] Shadowlands von Kate Brian (Shadowlands #1)Shadowlands
by Kate Brian

Reihe: Shadowlands #1
Verlag: Coppenrath
Erschienen am January 8th 2015
Genres: Mystery, Thriller, Young Adult
Seiten: 304
Format: Hardcover
Quelle: Vorablesen
ISBN: 9783649616641
Goodreads

Rory ist auf der Flucht. Nachdem sie nur mit sehr viel Glück dem Serienkiller Steven Nell entkommen ist, wird sie zusammen mit ihrer Familie in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen. Mit ihrem Vater und ihrer Schwester Darcy zieht sie in ein Haus auf einer kleinen versteckten Ferieninsel. Rory und Darcy finden schnell Anschluss im Ort, werden auf Strandpartys eingeladen und können das Leben wieder genießen. Doch irgendetwas sagt Rory, dass sie dem Frieden nicht trauen darf. Immer noch fühlt sie sich von Steven Nell verfolgt. Als plötzlich Menschen von der Insel verschwinden und niemand außer Rory etwas bemerkt, verhärtet sich ihr Verdacht, dass mit dem scheinbar so idyllischen Ort etwas nicht stimmt. Was haben die Bewohner zu verbergen? Als eines Tages auch Darcy verschwindet, steht für Rory fest, dass Steven Nell hinter dem Ganzen steckt. Doch was sie dann herausfindet, erschüttert alles, woran sie bisher geglaubt hat, in seinen Grundfesten ...

Thriller / SpannungParanormalKrimi


Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Eigentlich hatte mich damals das englische Originalcover sofort angesprochen. Die Farben hatten mich magisch angezogen und als ich dann auch noch las, dass sich Rory und ihre Familie in einem Zeugenschutzprogramm befinden, bin ich davon ausgegangen, dass mich hier eine spannende Geschichte in Form eines Thrillers erwarten würde.

Meine Gedanken zum Buch

Tja, leider hat die Geschichte so nicht für mich funktioniert. Ich hatte Spannung, ein bisschen Nervenkitzel und vielleicht liebenswerte Charaktere erwartet, aber leider habe ich davon nichts bekommen. Der »Thriller« hat sich im Laufe der Handlung mehr und mehr in eine Mystery Geschichte verwandelt. Es gibt einen seltsamen Nebel auf Juniper Landings und immer mal wieder geschehen merkwürdige Dinge. Ich möchte euch natürlich nicht zu viel verraten, aber die vielversprechende Handlung hat mich im Laufe der Zeit sehr enttäuscht.

Davon abgesehen, dass die Handlung nach und nach abgeflacht ist und kaum noch Spannung mit sich brachte, hat Kate Brian mich mit den vielen Jugendlichen auf Juniper Landings etwas überhäuft. So treten aufeinmal 3 Jungs in das Leben von Rory, wo sie doch am Anfang gar nichts mit ihnen zu tun hat. Zwar steht sie auf den einen Jungen nicht, dennoch macht er sie ganz klar an und damit hatte ich meine Probleme. Es entpuppte sich mehr als Flirt und Urlaubsinsel, als eine Zuflucht um dem Serienkiller zu entkommen.

Die Charaktere

Im Mittelbunkt der Geschichte steht Rory. Als Rory dem Serienkiller Steven Nell entkommen kann, werden sie, ihre Schwester Darcy und ihr Vater auf eine kleine Insel namens Juniper Landings gebracht. Rory ist ein ruhiger und zurückhaltender Charakter. Sie liebt die Naturwissenschaften und beschäftigt sich lieber mit ihrem Mikroskop und Biologiebüchern als mit Jungs. Sie wird als blass und unsichtbar beschrieben, hat aber wunderschöne goldene Haare.

Darcy ist zwei Jahre älter als Rory und kam mir leider etwas zu zickenhaft rüber. Außer Jungs und Partys interessiert sie nur wenig. Sie war nervend, unfreundlich und in meinen Augen soll Sinnbild einer Tussi. Daher konnte es mich auch nicht schocken, wenn ihr etwas in den Träumen von Rory passiert ist. Am liebsten wäre ich sie ganz los geworden. Ich hätte ihre keiner Träne nach geweint.

Bleibt im aus der Familie Miller noch Rory´s Vater, der nach dem Tod seiner Frau nur noch wenig mit seinen Kindern spricht. Auch so ein Stilmittel, dass die verbleibenden Elternpaare immer einbrechen und die Kinder im Stich lassen. Gerade die benötigen den Beistand des verbleibenden Elternteils. Aber auch hier zeiht sich Mr. Miller zurück und erwacht erst nach und nach auf der Insel, dennoch bleibt er ziemlich blass und im Hinergrund.

Bleiben noch die Jugendlichen auf der Insel, da wären einmal die drei Jungs Aaron, Joaquin und Tristan, sowie Olive, die Schwester von Tristan und noch ein Mädchen, deren Name ich leider wieder vergessen habe. Zu versuchen so viele Personen in eine 300 Seiten lange Geschichte zu quetschen schadet dem Buch leider, denn keiner der Charaktere erlangt in diesem Fall die nötig Tiefe.

Der Schreibstil

Ich glaube der Schreibstil war das Beste an diesem Buch. Er war flüssig und gut zu lesen, was dazu führt, dass ich schnell voran kam. Leider waren die mystischen Momente, oder aber auch die wichtigen Momente nicht so spannend beschrieben wie ich es mir gewünscht habe. Allerdings konnte Kate Brian ein bisschen Spannung aufbauen indem sie ein paar Textpassage aus der Sicht des Serienkillers geschrieben hat. Es war toll zu lesen, wie nahe er Rory ist und was ihn so an ihr fasziniert.

 Das Ende

Das Ende ist wohl der Part im ganzen Buch, der mich mit gemischten Gefühlen zurück lässt. Ich gehöre ja zu den Menschen, die bei einigen Bücher das Ende lese, bevor sie mir dem Buch durch sind. So auch hier und ich muss sagen, ich war etwas geschockt, dann fand ich das Ende blöd, wollte aber unbedingt wissen, wie mir die Überleitung dahin erklärt wird. Leider musste ich feststellen, dass vielleicht einige Dinge darauf hindeuten können, aber nicht wirklich eine Erklärung sind und ich bis jetzt noch nicht weiß warum, wie es dazu kam und was sie da wollen. Ich denke das Wissen wie das Ende ist hat mich erst dazu gebracht das Buch so schnell wie möglich zu beenden. Außerdem muss ich nun eigentlich wissen, wie es im weiten Band weiter geht.

Abschliessend ist zu sagen, dass …

Shadowlands versprach auf den ersten Seiten wirklich spannend zu werden, aber ein deutlicher Abfall in der Spannung und gerade das Ende, dass mir gar nicht gefallen hat, mit dem ich auch nicht gerechnet hätte, hat dazu geführt, dass ich Shadowlands nicht mehr als 3 Belles geben konnte. Leser, die sich damit arrangieren können, dass das Buch mehr in die Richtung Mystery am Ende geht, als ein waschechter Thriller zu bleiben, dem konnte der Auftakt dieser Trilogie sicherlich gefallen. Wer aber einen spannenden Thriller erwartet mit dem einem oder anderen gruseligen Moment, der wird enttäuscht werden. Blasse Charaktere sorgen noch dazu für eine mittelmäßige Geschichte, die nichts Neues bietet.

Wer sich an den ersten Band jedoch wagen möchte, dem kann ich dann nur raten vielleicht noch den zweiten Band zu lesen, sollte dieser bei uns erscheinen, denn mir scheint, als wenn die eigentliche Story in diesem Band erst richtig losgehen wird, was mir zeigt, dass sich der erste Band mehr als Überleitung denn als richtige Geschichte eignet. Mehr Seiten hätten hier vielleicht ein paar mehr Infos bieten können.

   belle-3

Die Reihe

Across the Universe by Beth Revis
  1. Shadowlands
  2. Hereafter (noch nicht auf deutsch erschienen)
  3. Endless (noch nicht auf deutsch erschienen)

3 responses to “[Rezension] Shadowlands von Kate Brian (Shadowlands #1)

  1. Deine Rezension gefällt mir gut. Ich habe mir das Buch erst einmal notiert, auch wenn ich mir noch nicht ganz sicher bin. Trotzdem bin ich nun irgendwie neugierig geworden.

    Liebe Grüße
    Corinna

    1. Huhu Corinna,

      ich würde dir auf alle Fälle raten mal in das Buch reinzulesen (Leseprobe). Vielleicht bekommst du dann noch ein besseres Gefühl, denn ganz so überzeugt war ich ja nicht, allerdings ist das ja immer Geschmackssache.

      LG
      Vanessa

  2. Hey Vanessa,

    schöne Rezension 🙂 Ich habe das Buch gestern Abend erst beendet und mir erging es nicht anders. Wenn man ein Buch liest, macht man sich beim Lesen auch Gedanken zur Bewertung und mir war schon sehr schnell klar, dass das Buch auf keinen Fall volle Punktzahl von mir bekommt. Ich hatte einfach was anderes erwartet, einen Thriller, der mir doch ab und an die Sprache verschlägt, oder jedenfalls so in die Richtung, aber das was mir die Autorin bot, hat mich leider sehr enttäuscht. Ich finde es einfach schade, wenn der Klappentext so spannend klingt und das Buch dann, mh wie soll ich sagen, nicht sonderlich in Fahrt kommt.

    Naja mein Fall war das Buch jetzt nicht, aber das ahnt man vorher ja nicht…

    Alles Liebe und einen schönen Abend noch
    Caterina

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