[Rezension] Road to Hallelujah (The Road #1)

[Rezension] Road to Hallelujah (The Road #1)Road to Hallelujah
by Martina Riemer

Reihe: The Road #1
Verlag: Impress
Erschienen am June 4th 2015
Genres: Contemporary, Romance
Seiten: 394
Format: eBook
Quelle: Rezensionsexemplar
ISBN: 978-3-646-60071-1

Nach dem Tod ihrer Großmutter beschließt Sarah sich ihren großen Traum zu erfüllen: eine Reise nach New York mit nichts als ihrer Gitarre im Gepäck. Doch dann wird sie von ihrem besorgten Bruder dazu überredet, mit dem Aufreißer und Weltenbummler Johnny die Reise anzutreten. So hatte sich Sarah die Erfüllung ihres Traums nicht vorgestellt. Und Johnny sich seinen Amerika-Trip ganz sicher auch nicht. Zu allem Überfluss wird auch noch Sarahs geliebte Gitarre während des Flugs zerstört. Nur gut, dass Sarah nicht die Einzige mit einem Instrument im Gepäck ist…

RomanzeYoung Adult


Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Boah, warum habe ich diesen Punkt eigentlich immer noch in der Rezension? Ach ja, um euch zu erzählen warum ich dieses Buch lesen wollte. Lasst mich daher scharf nachdenken. Es ist ein Buch von Martina, es ist von Im.press und ich war so gespannt, ob es mir ein bisschen besser gefallen würde als ihr Werk »Essenz der Götter«, wo ich einige Probleme mit der Heldin hatte.

Meine Gedanken zum Buch

Bei Road to Hallelujah handelt es sich um eine tolle Contemporary Romance Geschichte. Auf den ersten Seiten lernen wir Sarah kennen, die gerade ihren Schulabschluss macht. Auf Grund von familiären Gründen sind sie und ihr Bruder Nathan bei ihrer Großmutter aufgewachsen. Als diese unerwartet auf einmal stirbt zerbricht für Sarah erst einmal ihre stabile und geheilte Welt, denn wenn man bei der Großmutter aufwächst kann die Welt nicht heil sein. Ebenso wie Sarah lernen wir Johnny kennen. Johnny ist der Mitbewohner von Sarahs Bruder Nathan und zusammen machen sie sich auf Grund von gewissen Umständen gemeinsam auf den Weg in die USA nach New York. Das besondere an dieser Geschichte ist in jedem Fall die Liebe zur Musik. So verdienen sich Sarah und Johnny etwas Geld indem sie auf öffentlichen Plätze  und Orten in New York musizieren. Dabei kam mir gleich die Musikerin Kaki King in den Sinn, deren Karriere in einer New Yorker U-Bahn begann. Wenn eine Geschichte solche Erinnerungen herbeiführt, dann finde ich das immer sehr schön.

Außerdem merkt man anhand der Kapitel, welche nach Song Titeln benannt sind, das die Liebe zur Musik hier ein wichtiger Aspekt ist. Natürlich darf auch die Romantik nicht zu kurz kommen und auch wenn ich kein Fan von schnellen Liebschaften bin, so ist eine Reise und die Momente in denen man immer auf einander hockt und sich intensiv kennen lernt, eine logische Erklärung für eine starke Anziehungskraft. Sicherlich führen gutes Aussehen und ein scharfer Verstand, sowie ungeahnte sanfte und offenherzige Augenblicke ebenfalls dazu. Es dürfte klar sein, dass es zwischen Sarah und Johnny unweigerlich funken wird.

Allerdings wäre eine Contemporary Romance Story nicht eben diese, wenn nicht Verlust, Drama, Schmerz und das Ganze wieder von vorne vorkommen würde.

Die Charaktere

Wie ich bereits kurt erwähnt hatte, musste die weibliche Figuren aus «Essenz der Götter« einiges an Kritik einstecken. Auch wenn sie es sicherlich wie eine Heldin aufgenommen hat. Sarah hat da deutlich mehr glück. Mit ihr bin ich viel besser zu Recht gekommen. Sie war zwar stur und von sich überzeugt, aber in dem Sinne, dass sie sich hat nichts nehmen lassen. Sarah war stark und eigenständig. Ich mochte sie, vor allem ihre spitze Zunge, die Johnny einige Male zu hören bekommt. Und mit Johnny wären wir auch schon bei meinem Liebling der Story.  Johnny ist in meinen Augen kein Bad Boy, wie man ihn gerne in Bücher wieder findet. Klar, er ist ein Womenizer, ein Frauenaufreißer und auch ein Frauenverschleißer, auch wenn der Begriff vielleicht hart kling, aber Johnny war für mich der Inbegriff einer männlichen Schlampe. Doch es wird ziemlich schnell klar, das Johnny eine sehr verletzliche Seite hat, die er Sarah nach und nach auf ihrer Reise offen legt.

Der Konflikt

Wie in jeder Contemporary Geschichte dürfen die Konflikte natürlich nicht fehlen und so lässt auch Martina ihre Charaktere nicht einfach so glücklich durchs Leben laufen. Sarah muss gleich am Anfang der Geschichte mit einem schmerzlichen Verlust zu Recht kommen. Johnny fühlt sich, nachdem die beiden kleiner Kinder aus seiner alten Pflegefamilie adoptiert werden nicht mehr zugehörig. Ich hatte das Gefühl, als wenn ihn nun nichts mehr in Österreich halten würde. Da kommt eine mehr wöchige Auszeit in den USA doch gerade recht. Und wie es der Zufall so möchte bittet Sarahs großer Bruder und Johnny´s Mitbewohner ihn auf seine kleine Schwester aufzupassen. Das dies keine so gute Idee ist merken wir als Leser ziemlich schnell und doch sprühen wie zu erwarten früher oder später die Funken zwischen den beiden. Auch wenn Martina sich der typischen Vorgehensweise bedient und ihren Protagonisten auch wirklich nichts erspart lässt, macht sie das aufregend und sehr unterhaltsam.

Der Schreibstil

Der Schreibstil von Martina lies sich wirklich leicht und flüssig lesen. Gerade die Dialoge haben mir sehr gut gefallen. Alleine die österreichischen Begriffe haben mir ein bissen die Lesefreude genommen, da ich an diesem öfters hängen geblieben bin. Ich weiß aus persönlicher Quelle, das die Begriffe mit Absicht eingebaut wurde, um die Quelle oder auch den Ursprung der Geschichte zu verdeutlichen. Allerdings bleibt Hackfleisch bei mir Hackfleisch. Mit faschiertem Fleisch werde ich leider immer meine Probleme haben. Sicherlich wird es aber auch andere Leser geben, die mit der Authentizität keine Probleme haben, sondern sie zu schätzen wissen.

Abschliessend ist zu sagen, dass …

Der Wechsel zwischen den unterschiedlichen Genre gelingt Martina wirklich sehr gut, so dass sie uns nach einem Fanatsy Abenteuer wieder auf die Reise in eine neue Contemporary Romance Welt entführt, die mit viel Witz, aber auch einiges an Herzschmerz, Gefühlen und Verlusten zu begeistern weiß. Manchmal weiß man gar nicht was man wirklich schreiben soll, um nicht zu überschwänglich zu wirken. Dabei hatte ich beim Lesen durch aus ein paar Kritikpunkte. So war mir Sarah viel lieber, aber leider immer noch nicht mein Favorit, ich glaube aber auch, dass Martina und ich da nicht auf einer Wellenlänge landen. Ich habe das Gefühl, als wenn ihre Figuren eben weiblicher sind als ich. Trotz der kleinen Abzüge überzeugt Road to Hallelujah und ich wünsche mir an dieser Stelle gerne eine Fortsetzung bzw. die Geschichte einer sehr wichtigen Nebenfigur. Nat mein Schatz, du musst bei mir einziehen!

 belle-5


3 responses to “[Rezension] Road to Hallelujah (The Road #1)

  1. Hallo! ☺

    Ich hoffe, dass ich dich noch nicht gefragt habe, falls doch, bitte verzeih‘ mir …
    Hast du schon vom Bloggernetzwerk gehört? Wenn nicht, dann lass‘ ich dir mal eben den Link zum Hintergrund des Blogprojekts da:
    https://bloggervernetzt.wordpress.com/an-blogger/
    Jedenfalls bin ich dort seit etwa seit März 2015 Mitglied und würde mich sehr freuen, wenn ich deine Rezension hier zu „Road to Hallelujah“ (unter 4 Sternen) verlinken dürfte. (Und mit deiner Erlaubnis hoffentlich auch in Zukunft ein paar deiner Rezensionen?)
    Und hier sende ich dir noch einen Beispiellink, wie das Ganze im Endeffekt aussieht:
    https://bloggervernetzt.wordpress.com/2015/06/24/road-to-hallelujah-von-martina-riemer/

    Über eine kurze Antwort würde ich mich sehr freuen!
    Ganz lieben Gruß ♥,
    Janine

    1. Liebe Janine,

      ja klar, kein Thema. Ich war der Meinung, dass von eurem Projekt schon einmal jemand gefragt hatte, aber irgendwie hatte ich es wieder einmal verschwitzt zu antworten. Ich hoffe du bekommst meine Antwort hier noch. Ansonsten muss ich euch mal anschreiben.

      Liebe Grüße und Danke
      Vanessa

      1. Janine2610

        Hallo Vanessa,
        danke für deine Antwort. Und kein Problem, jetzt sind wir ja doch noch in Kontakt gekommen. 😉
        Im Namen des gesamten Bloggervernetzt-Teams bedanke ich mich ganz herzlich für deine Erlaubnis, deine Rezensionen in Zukunft auch berücksichtigen zu dürfen.
        Ich werde mich auch gleich mal an die Arbeit machen und schauen, was ich schon alles bei uns verlinken kann.
        Alles Liebe ♥,
        Janine

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