Panic – Wer Angst hat, ist raus von Lauren Oliver

Panic – Wer Angst hat, ist raus von Lauren OliverPanic - Wer Angst hat, ist raus
by Lauren Oliver

Übersetzung: Katharina Diestelmeier
Verlag: Carlsen Verlag
Erschienen am 24.03.2017
Genres: Young Adult
Seiten: 368
Format: Softcover
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ISBN: 978-3-551-31636-3

Von Bestseller-Autorin Lauren Oliver ("Wenn du stirbst", "Delirium"): eine Geschichte so gefährlich wie Russisch Roulette!
--- PANIC verändert alle(s).

HEATHER hatte nie vor, an dem verbotenen Spiel für Schulabgänger teilzunehmen. Denn der Gewinn ist zwar hoch, aber der Einsatz auch, und sie ist keine Kämpferin. Doch schnell wird ihr klar, dass es nur den richtigen Grund braucht, um dabei sein zu wollen. Und dass Mut auch eine Frage von Notwendigkeit ist.
DODGE war sich immer sicher, dass er bei Panic mitmachen würde. Er hat keine Angst, denn es gibt ein Geheimnis, das ihn durchs Spiel pushen wird. Aber um zu gewinnen, muss man auch seine Gegner kennen.

RomanzeYoung AdultThriller / Spannung 


Warum habe ich dieses Buch gekauft? 

Ich bin zufällig im Buchgeschäft darauf gestoßen und der Klappentext hat mich etwas an den Film/das Buch Nerve erinnert und genau das hat mich dazu veranlasst es zu kaufen.

Meine Gedanken zum Buch

Für mich ist Panic eine Mischung aus den Filmen Stand by me und wie schon erwähnt Nerve. In den Sommerferien wird von den Schülern für die Abschlussklasse der ortsansässigen High School jedes Jahr ein Wettbewerb veranstaltet, der aus gefährlichen Mutproben besteht. Wer eine dieser Aufgaben nicht antritt oder besteht, ist raus und hat seine Chance auf viel Geld und Ruhm vertan. Die Geschichte ist im Übrigen abgeschlossen.

Geschrieben ist es aus der Sicht von Dodge und Heather in der dritten Person. Sie sind beide Teilnehmer von Panic und hatten vor dem Wettbewerb keinen Kontakt miteinander, aber sie erfahren, dass man nur gemeinsam als Team in diesem gefährlichen Spiel weiterkommt.

Insgesamt fand ich das Buch unterhaltsam. Immer wieder fragte ich mich als Leser welch neuer Herausforderung sich die beiden Protagonisten wohl stellen werden und ob sie diese Mutprobe überleben, denn von den Veranstaltern wurden tatsächlich lebensgefährliche Aufgaben gestellt, deren Schwierigkeitsgrad sich mit der Zeit sogar noch steigerte.

Mit dem Verlauf des Buches lernte man auch die Figuren immer genauer kennen und schnell stellte sich heraus, dass es in der Geschichte um mehr ging als die Bewältigung von Ängsten. Panic scheint eine Flucht aus dem Alltag vieler Teenager zu sein, die in sozial schwachen Familien aufwachsen und deren Hoffnung es ist mit dem gewonnenen Geld ein besseres Leben zu beginnen. Jeder Charakter hat sehr schwerwiegende Probleme, die Stück für Stück ans Licht kommen und jeder versucht auf seine Art damit umzugehen. Natürlich kommt das Thema Liebe und die daraus resultierenden Schwierigkeiten auch vor, wobei es natürlich nicht mit einer reinen Liebesgeschichte zu vergleichen ist.

Die Wortwahl der Autorin hat mir gut gefallen und es gab ein paar kleinere tolle Passagen, Metaphern, die diese Geschichte mit einem Film gleichsetzten. Das, was ich meine, ist schwer zu beschreiben, deswegen gibt es jetzt einen kleinen Textauszug:

Spulen wir zum Strand zurück, stoppen aber ein paar Stunden, bevor Heather plötzlich wie versteinert auf der Klippe stand und Angst hatte zu springen. Drehen wir die Kamera ein kleines Stück. Wir sind noch nicht ganz da. Aber fast.

Ehrlich gesagt, obwohl das Buch Panic heißt, kam mir die Angst etwas zu kurz. Die Autorin hat es meiner Meinung nach leider nicht geschafft die bedrohliche Situation der Mutproben und die Panik, die bei den Spielern hierbei entsteht, authentisch zu beschreiben. Ich hatte immer das Gefühl, dass zwischen mir und den Protagonisten ein gewisser Abstand bestand. Ich kam mir eher vor wie eine Beobachterin, die nicht mittendrin in dem Gefühlschaos von Heather oder Dodge war, dennoch fieberte ich mit den beiden mit.

Abschliessend ist zu sagen, dass …

Ganz überzeugen konnte mich Panic nicht und das lag vor allen Dingen daran, dass die Autorin es für mich nicht geschafft hat die Ängste der Teilnehmer von Panic authentisch darzustellen. Trotzdem hat es sich gelohnt dieses Buch zu lesen, weil Themen wie Freundschaft, Erwachsenwerden und Perspektivlosigkeit bei Jugendlichen behandelt und interessant dargestellt wurden.

  belle-4

 


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